Meldungen – 26. Jul. 2002
US-Buchhandel nochmal leicht im Plus

Im Mai haben die amerikanischen Buchhändler in den USA wieder ein leichtes Umsatzplus von 0,8% vorgelegt. Nach den 0,9% vom April stabilisiert sich jetzt die Jahresrate bei +6,8%, nachdem sie durch einen Superzuwachs im Januar und zwei folgende Minusmonate etwas durcheinander geraten war. Immerhin: 6,8% plus sind ja wirklich was, allerdings lassen die jüngsten Konjunkturnachrichten von drüben wohl erwarten, dass sich die zukünftige Umsatzentwicklung eher auf dem Niveau von April und Mai weiter bewegen wird. ©LangendorfsDienst …

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Meldungen – 26. Jul. 2002
BBE sagt "ja, aber..." zum neuen Basel II

Die Modifikationen an den neuen Kreditrichtlinien, von den Verbänden im ersten Moment als Durchbruch für den Mittelstand gefeiert (siehe Meldung vom 5.7.), treffen beim HDE-nahen Beratungsunternehmen BBE doch auf etwas mehr Skepsis und den Beratern bleibt ein ein "schaler Nachgeschmack". Denn alles deutet darauf hin, dass es bei den strengen und, wie der Mittelstand befürchten, schematischen Kreditprüfungen bleibt. Als wichtigste Kriterien nennt BBE die EK-Quote, Finanz-, Vermögens,- Ertrags-, Cashflow-Rate, Managementqualität, Markt- und Branchensituation, geklärte Unternehmensnachfolge, keine Kontoüberziehungen (siehe auch Archiv Dokumentation: Was Banken gerne sehen). ©LangendorfsDienst …

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Wirtschaftsumfeld – 26. Jul. 2002
Weniger Aufträge für US-Industrie

In das wieder skeptischer werdende Bild von der US-Konjunktur passt die Meldung, dass die Aufträge für langlebige Industriegüter von Mai auf Juni um 3,8% weniger geworden sind. Praktisch nur die Rüstungsindustrie verzeichnet im Moment steigende Auftragseingänge. Aber halt: Diese Zahl ist sehr schwankungsanfällig, aus einem Monatswert lässt sich nicht gleich die Grabrede auf den US-Aufschwung formulieren. ©LangendorfsDienst …

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Wirtschaftsumfeld – 26. Jul. 2002
Drucker hat's auch erwischt

im Jahr 2001, da gingen nämlich erstmals seit 1997 die Umsätze der deutschen Druckindustrie (1909 Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten) um 2,8% auf 17,2 Mrd. Euro herunter, meldet der bvdm. Preisbereinigt betrug der Rückgang sogar 3,7%, die Druckpreise müssen also 2001 gestiegen sein. Fast zwei Drittel des Umsatzes entfallen auf Werbeträger (Zeitungen, Zeitschriften, Kataloge etc.), deren Umsatz aber um 5,1% zurück ging. Bücher spielen nur eine untergeordnete Rolle, dafür war die Produktion von Büchern gegen den Trend "schwach aufwärts gerichtet". Die Investitionen der Druckindustrie sind 2001 gegenüber 2000 um ca. 7% zurück gegangen. Die Skepsis ist auch gegenüber dem weiteren Verlauf 2002 spürbar, die Druckbetriebe erwarten eine Stagnation auf gesunkenem Niveau. Der Stimmungsindex Druck ist leicht gestiegen, weil der Pessimismus über die weitere konjunkturelle Entwicklung zuletzt nachgelassen hat. Denn für 2003 erwarten die Drucker wiederein Plus bei Umsatz, Produktion und Erträgen. Langfristig ist ihnen sowieso nicht bange beim Gedanken an die Medienkonkurrenz, weil, wie es Verbandspräsident Alexander Schorsch formulierte, "Kommunikation über elektronische und digitale Medien nicht erfolgreich ist, wenn sie nicht durch Printprodukte unterstützt wird". Zwei Drittel der Druckunternehmer sehen sich in fünf Jahren als "crossmedialer Dienstleister", das verbleibende Drittel will sich voll auf das Kerngeschäft Druck konzentrieren. ©LangendorfsDienst …

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Konsumklima – 26. Jul. 2002
Geschäftsklima leidet unter Vertrauensverlust

Im Juli hat der ifo-Geschäftsklimaindex wieder deutlich nachgegeben, im Westen von 91,3 auf 89,9 Punkte, im Osten nur knapp von 99,9 auf 99,6. Die Beurteilung der Geschäftslage sank im Westen von 78,3 auf 77,9 Punkte, vor allem aber verschlechterte sich die Zukunnftserwartung, nämlich von 104,9 auf 102,5 Punkte. Da spielt sicher der Vertrauensverlust in Großunternehmen dies- und jenseits des Atlantik eine Rolle. Haupttreiber des schlechten Klimas ist im übrigen diesmal das verarbeitende Gewerbe, während sich die Stimmung im Groß- und Einzelhandel diesmal leicht erholte. Was aber nichts heißen will, denn die hatte sich in den vergangenen Monaten gegen den Trend massiv verschlechtert. …

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Börse – 26. Jul. 2002
Börsenbaisse schädigt den Handel,

hat das ZEW herausgefunden. Die Mannheimer Forschar haben errechnet, dass ein Rückgang der Börsenkurse um 10% den Einzelhandelsumsatz um real 0,5% drückt. Bei durchschnittlich 55% Kursverlust im DAX seit Frühjahr 2000 wären das 2,75% Umsatzeinbuße. Dies jedoch nicht etwa aufgrund eines direkten Mechanismus, denn die Aktienbesitzer zählen vorwiegend zu jenen, die bei einem Einkommens- und Vermögensrückgang nicht gleich aus akuter Geldknappheit den Konsum spürbar einschränken müssten. Vielmehr ist der Effekt ein psychologischer: Die Leute sehen auf dem Depotauszug ihr Vermögen dahinschmelzen und ihnen vergeht dabei die Lust am Konsum. …

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Meldungen – 25. Jul. 2002
Bücherpreise steigen nicht mehr ganz so schnell

, aber immer noch weit schneller als das übrige Preisniveau. Das zeigt sich an den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamts, nach denen der Preisindex für Bücher im Juni um 3,1% über Vorjahr lag, während die allgemeinen Lebenshaltungskosten nur um 0,8% stiegen. Während die Juli-Zahlen aber für die Lebenshaltung wieder einen etwas schnelleren Trend signalisieren (siehe heutige Meldung in Konjunkturdaten), deutet sich bei Büchern eher eine Trendwende nach unten an. Nicht vergessen: Bücher haben aus dem vorangegangenen Jahr, als sich viele andere Konsumgüter energiebedingt stark verteuerten, immer noch einen Nachholbedarf an Preissteigerung. ©LangendorfsDienst …

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Wirtschaftsumfeld – 25. Jul. 2002
Preis-Trendwende nach oben?

So sieht es beinahe aus, nachdem das Statistische Bundesamt nach ersten Ergebnissen aus sechs Bundesländern einen Preisindex Lebenshaltungskosten ermittelt hat, der um 1,0% über Vorjahr liegt. Zugegeben, nicht dramatisch, aber es sieht doch so aus wie der Beginn einer Trendwende. Wäre auch gar kein Wunder, denn vor einem Jahr hatten die Ölpreise die Teuerung auf ihren letzten Höhepunkt getrieben, von da an ging es wieder langsamer aufwärts, der Basiseffekt schwindet und die Statistik liefert uns die Stabilität nicht mehr frei Haus, wir müssen sie uns wieder selbst verdienen. ©LangendorfsDienst …

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Wirtschaftsumfeld – 25. Jul. 2002
Industrie produziert immer noch weniger

als vor einem Jahr, meldet Eurostat. Die saisonbereinigte Industrieproduktion der Eurozone ist im Mai zwar gegenüber April minimal um 0,1% gestiegen, im Jahresvergleich aber ging es um 1,2% zurück, in den 15 EU-Ländern um 1,0%. Ausgerechnet Investitionsgüter brachen am stärksten ein, in der Eurozone um 5,1%, in der EU um 4,7%, Verbrauchsgüter waren dagegen stabil im leichtem Plus europaweit. Deutschland tat sich mit seiner Industrieproduktion im Mai mitnichten hervor, sie lag im Mai sogar um 3,4% unter Vorjahr, und das ist auch in etwa die Rate, um die die deutsche Industrieproduktion in den ersten fünf Monaten dieses Jahres zurück ging. ©LangendorfsDienst …

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Wirtschaftsumfeld – 24. Jul. 2002
Importpreise brechen immer stärker ein

Im Juni sind die deutschen Importpreise gegen Vorjahr um 5,2% gesunken. Damit setzt sich der Rückgang der Vormonate (Mai -4,3%, April -2,8%) noch verstärkt fort, offensichtlich eine Folge der Doppelbewegung schwächerer Ölpreis und schwächerer Dollar. Starke Preisrückgänge gab es demzufolge auch bei Energieprodukten, aber auch wieder bei Holz- und Zellstoff (-11,8%). Auch die Exportpreise gehen weiter zurück, nach -0,3% im April und -0,6% im Mai waren es im Juni wieder -0,6% gegenüber dem vergleichsmonat im Vorjahr. ©LangendorfsDienst …

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