Konsumklima – 12. Dez. 2002
Historisches Stimmungstief bei den Druckern

Der vom ifo-Institut im Auftrag des bvdm ermittelte Geschäftsklimaindex der Druckindustrie hat im November mit minus 38 Punkten den tiefsten Stand seit 1982 erreicht. Die geschäftliche Situation hat sich weiter verschlechtert, der Produktionsrückgang verstärkt sich, Nachfrage und Auftragsbestände gehen zurück, ebenso die Preise: 21% der Betriebe registierten Preisrückgänge, Erhöhungen kamen nicht vor. Der weiteren Entwicklung sahen die Druckbetriebe im November wesentlich pessimistischer entgegen als noch im Vormonat. Und am Horizont lauert schon die nächste Tarifrunde im Frühjahr. No future? Die Optimisten sind jedenfalls arg in der Minderheit. 8% erwarten noch positive Konjunkturimpulse, 4% rechnen damit, wieder höhere Preise durchsetzen zu können, 11% erwarten eine Besserung ihrer Geschäftslage. …

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Prognosen – 11. Dez. 2002
ZEW-Konjunkturerwartungen: Am Boden

Der ZEW-Index Konjunkturerwartungen, der im Frühjahr und Sommer noch um die 70 Punkte gependelt hatte, ist jetzt knapp über der Nullgrenze gelandet: Im Dezember rutschte der Indexwert von 4,2 auf 0,6 Punkte. "Die Stimmung auf den Finanzmärkten ist am Boden" kommentiert Institutsleiter Wolfgang Franz. Bei dieser Erhebung befragen die Mannheimer Wirtschaftsforscher monatlich gut 300 Analysten und institutionelle Anleger. Den Ausschlag für die weitere Abwärtsbewegung im Dezember gaben die Unsicherheit über die wirtschaftspolitische Lage in Deutschland und die gestiegenen geopolitischen Risiken. …

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Meldungen – 11. Dez. 2002
Warengruppen: Renaissance des MA?

Die Analyse der Warengruppen-Umsätze im November bietet ein weiteres Indiz dafür, dass die Popularisierung des Spartriebs auch auf den Buchhandel übergreift: Das Moderne Antiquariat konnte im schwachen Monat (Gesamtumsatz -1,6%) gegen den Trend mit +2,2% zulegen, übertroffen nur noch vom Presse-Zuwachs (2,6%). Kennzeichnend für den schwachen November ist im übrigen, dass bis auf Reise (Rang 3 mit +1,6%) die großen Warengruppen allesamt schlecht abschnitten. Fachbuch und Taschenbuch noch so etwa im Mittelfeld, Belletristik (-3,4%) und Jugendbuch weit unten, und die Warengruppe Sachbuch/Ratgeber musste mit 5,8% einen Umsatzrückgang einstecken, der sogar den der Neuen Medien übertraf. Im Jahresvergleich zehrt die Belletristik-Abteilung immer noch von ihrem bis Juli erworbenen Wachstum, der kumulierte Zuwachs, einst zweistellig, ist aber bis November auf 3,4% zusammen geschmolzen …

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Meldungen – 11. Dez. 2002
Preistrend für Bücher geht von 3,2% auf 3,0% zurück

Mit der generellen Entwicklung der Lebenshaltungskosten hat sich im November auch der Preistrend für Bücher verlangsamt, wenn auch auf relativ hohem Niveau. Das Statistische Bundesamt sieht bei Büchern eine Preissteigerung von 3,0% gegenüber dem Vorjahr nach 3,2% im Oktober. Die Lebenshaltungskosten waren im November um 1,1% (Oktober: 1,3%) gestiegen (siehe gestrige Meldung unter Konjunktur - Daten). Es bleibt dabei, dass die immer noch vergleichsweise hohe Preisrate bei Büchern die unterdurchschnittliche Steigerung aus den Vorjahren aufholt. …

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Meldungen – 11. Dez. 2002
US-Weihnachtsgeschäft: Kein Vergleich

Während hierzulande das Weihnachtsgeschäft den Handel zur Verzweiflung treibt, läuft es in den USA wie geschmiert. Am ersten Adventswochenende beobachtete der US-Einzelhandelsverband 12,3% Umsatzzuwachs. 75% der Konsumenten waren auf den Beinen und 41% nannten Bücher, CDs, DVDs, Videos und Computerspiele als Haupteinkäufe. Bookselling This Week interviewte die Inhaber von 16 Buchhandlungen und erfuhr, dass fast alle auf eine positive Umsatzentwicklung im November zurück blicken konnten. …

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Meldungen – 11. Dez. 2002
Tipp des Tages: Personal Shopping

Nachtrag zum London-Tipp vom 6.Dezember: Für Zeitgenossen, denen zu Weihnachten partout keine originellen Geschenkideen kommen, gibt es die definitive Problemlösung in Gestalt der Personal Shopperin. Wie das in der Praxis aussieht? Langendorf weiss es auch nicht, aber wer den Tipp vom Nikolaustag beherzigt und nach London reist, kann die Gelegenheit nutzen und gleich mit an die Knightsbridge fahren, wo im Design-Kaufhaus Harvey Nichols eine solche Personal Shopperin im Einsatz ist. Den Tipp verdanken wir dem Infobrief "Finanzberater", der den Hinweis so kommentiert: "Wenn Gott gewollt hätte, dass Sie sich zum Fest quälen, hätte er nicht Personal Shopping erfunden". Erlebnisberichte sind willkommen. …

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Wirtschaftsumfeld – 11. Dez. 2002
Das Weihnachtsgeschäft statistisch gesehen

In den sieben Jahren von 1995 bis 2001 entfielen 19% vom Jahresumsatz des Einzelhandels auf die Monate November und Dezember, die zusammen 16,7% der Verkaufstage beinhalten. Im Buchhandel hat das Weihnachtsgeschäft überdurchschnittliche Bedeutung und der Umsatzanteil der beiden letzten Monate liegt mit 24% deutlich höher. Eine Prognose über den Umsatzverlauf im November / Dezember und damit über das Weihnachtsgeschäft lässt sich nach den Erfahrungen des Statistischen Bundesamts aus dem Verlauf der ersten zehn Monate nicht ableiten. In fünf der betrachteten sieben Jahre lagen die Umsatzveränderungen der beiden letzten Monaten unter, in den beiden anderen Jahren (1998 und 1999) deutlich über dem Schnitt der jeweils voran gegangenen zehn Monate. Diese Beobachtung bestätigt der Blick in die Statistiken auch für den Buchhandel. …

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Umsatztest – 10. Dez. 2002
Umsatztest November: 1,6% unter Vorjahr

Mit einem weiteren Minuszeichen im Rücken geht der Buchhandel ins Weihnachtsgeschäft: Die November-Umsätze lagen im Schnitt um 1,6% unter denen des Vergleichsmonats 2001. …

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Umsatztest – 10. Dez. 2002
November: Renaissance des Modernen Antiquariats?

Die Analyse der Warengruppen-Umsätze im November bietet ein weiteres Indiz dafür, dass die Popularisierung des Spartriebs auch auf den Buchhandel übergreift: Das Moderne Antiquariat konnte im schwachen Monat (Gesamtumsatz -1,6%) gegen den Trend zulegen. …

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Meldungen – 10. Dez. 2002
Umsatztest November: 1,6% unter Vorjahr

Mit einem weiteren Minuszeichen im Rücken geht der Buchhandel ins Weihnachtsgeschäft: Die November-Umsätze lagen im Schnitt um 1,6% unter denen des Vergleichsmonats 2001. Die Schwäche resultiert wieder einmal aus dem Bargeschäft, das mit 2,6% hinter dem des Vorjahres zurück blieb. Die Kundenzahl war sogar um 3,9% geringer. Besonders enttäuschend: Einen Impuls hätte man allein schon daraus erwarten dürfen, dass der erste Adventssamstag diesmal in den November fiel, nachdem er im letzten Jahr noch auf der Dezember-Rechnung gestanden hatte. Dort wird er diesmal leider fehlen. …

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