Konsumklima – 30. Okt. 2002
US-Konsumklima stürzt gewaltig

Nach dem krassen Rückgang des Konsumklimas, das die Universität Michigan zuletzt in den USA gemessen hatte (siehe Meldung vom Montag), ist der Verbrauchervertrauens-Index vom Institut Conference Board jetzt sogar noch stärker abgestürzt: Gleich um 14,3 auf 79,4 Punkte. Damit liegt das Verbrauchervertrauen noch unter den Werten nach dem 11.September 2001: Damals war das Konsumklima auf etwa 85 Punkte gefallen, um sich dann bis zum Frühjahr auf rund 110 Punkte zu erholen. Unten sehen Sie ein Diagramm, das das ganze Elend visualisiert. Die Aktienmärkte reagierten sofort nach Bekanntgabe dieser Zahlen scharf negativ, nicht nur in den USA, auch hier. …

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Meldungen – 29. Okt. 2002
Welchen Prognosen kann man vertrauen?

An der Schwelle zu den beiden wichtigsten Monaten des Jahres fällt es schwer, die Zeichen für das Weihnachtsgeschäft zu deuten. Die Vielzahl von Signalen aus unterschiedlichsten Quellen macht dem Betrachter das Urteil eher schwieriger denn leichter. Der heutige Kommentar erklärt, warum bei einem Großteil der kursierenden Informationen Vorbehalte anzuraten sind. Keine ist unkritisch zu übernehmen, keine ist isoliert zu werten. Nur das Gesamtbild des Mosaiks aus Einzelfakten, geprüft vor der Instanz des eigenen gesunden Menschenverstands, führt zu vertretbaren Grundlagen für die eigene Planung. Den Kommentar lesen Sie heute im Internet auf der Seite Meinung - Kommentar. Am Donnerstag folgt an gleicher Stelle der Trendkommentar, der sich einer Prognose fürs Weihnachtsgeschäft 2002 nähert. …

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Meldungen – 29. Okt. 2002
Wie viel Taschengeld haben Jugendliche?

Darüber gehen die Untersuchungsergebnisse ein wenig auseinander. Eine europaweite Studie der Universität Bonn hat heraus gefunden, dass Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren im Durchschnitt über 25 Euro im Monat verfügen (und damit in Europa Spitze sind). Eine Analyse des Heinrch Bauer Verlags bei zwölf- bis 18-jährigen förderte ein durchschnittliches Taschengeld von 56 Euro zu Tage. Wie auch immer: Nach der Bonner Studie geben die Jugendlichen das meiste Geld für Kleidung, DCs, Essen, Getränke, Handy, Computerzubehör und Computerspiele aus, Bücher zählen nicht zu den großen Etatposten. Aber als Handy-Ladestation hat ja auch die Buchhandlung Chance, die jungen Leute mal bei sich zu sehen. …

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Meldungen – 29. Okt. 2002
Tipp des Tages: Müll-Abfänger

Im Nachgang zum Tipp vom 22.Oktober hier die Ergänzung eines sparsam wirtschaftenden und ungenannt bleiben wollenden Lesers: Viele Verlage senden einseitig bedruckte Vorschauen, Lieferscheine, Informationen etc. Vieles davon wird gar nicht gebraucht, eignet sich aber dank guter Papierqualität hervorragend als Empfangspapier für das Faxgerät, insbesondere nachts, wenn der Werbemüll kommt. Man kann auf die blanken Rückseiten auch eigene Faxformulare kopieren oder sie als Probeseiten für den Drucker verwenden. …

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Wirtschaftsumfeld – 29. Okt. 2002
Importe billiger, aber Zellstoff teurer

Die Importe von Waren nach Deutschland haben sich im September um weitere 1,4% verbilligt. Das meldet das Statistische Bundesamt. Damit setzen die Einfuhrpreise die seit über einem Jahr anhaltende Serie von Rückgängen fort, allerdings gegenüber den Vormonaten etwas abgeschwächt. Gegen den Trend war eingeführter Holz- und Zellstoff im September um 5,0% teurer als ein Jahr zuvor. Der Index der Ausfuhrpreise, seit einem Jahr Monat für Monat leicht im Minus, wies im September mit +0,2% erstmals wieder eine Steigerung aus. …

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Prognosen – 28. Okt. 2002
Herbstgutachten 2002 in Zahlen

Hier noch mal zum Nachlesen die Zahlen aus dem Mehrheitsvotum der Herbstprognose, welche fünf der sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute letzte Woche abgegeben haben. Es zeigt sich, dass der Handel wenig Grund zu hohen Erwartungen hat: Die privaten Konsumausgaben gehen im laufenden Jahr zurück (haben wir gemerkt) und steigen auch 2003 nur mäßig, wobei hiervon ja nur ein fortlaufend kleiner werdender Anteil in den Einzelhandel geht. In der folgenden Tabelle stehen die im Herbstgutachten erwarteten realen Veränderungsraten für Deutschland gegenüber dem jeweiligen Vorjahr, bei der Arbeitslosenquote die jeweilige jährliche Quote nach nationaler Statistik. …

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Meldungen – 28. Okt. 2002
HDE: Minus 2% im September und trübe Erwartungen

Einen Rückgang der deutschen Einzelhandelsumsätze um 2% gegenüber dem Vorjahr hat der HDE in seinem Panel für September ermittelt. Damit dürfte der Buchhandel mit +0,6% einmal wieder einen Tick besser abgeschnitten haben als der Einzelhandelsdurchschnitt. Detailliertere Ergebnisse aus dem HDE-Panel folgen in Kürze. Schon jetzt hat der Verband seine herben Prognosen kund getan. Mehr als nominal minus 2,5% sei für den Einzelhandelsumsatz in diesem Jahr nicht mehr drin, daran werde auch das Weihnachtsgeschäft nichts mehr ändern. Und auch im nächsten Jahr rechnet der Verband jetzt nicht mehr mit einer Wende ins Plus, vielmehr mit einem weiteren Rückgang um nominal 0,5%. Was das für die Einzelhandelsumsätze in absoluten Zahlen in diesem und dem nächsten Jahr bedeutet sehen Sie im Internet auf der Seite Buchhandel - Meldungen. …

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Meldungen – 28. Okt. 2002
Amazon: In Deutschland plus 60%

Jedenfalls steht der internationale Amazon heute besser da als früher, wie die Zahlen zum 3.Quartal zeigen. Danach ist im Q3 der weltweite Umsatz um 33% auf 851,3 Mio Dollar gestiegen und der Nettoverlust auf 35 Mio Dollar gesunken. Für das vierte Quartal kündigt Amazon einen Umsatz von mindestens 1,33 Milliarden Dollar (+19%) und einen operativen Gewinn von 70 bis 95 Mio Dollar an. Für 2003 soll der Umsatz nochmals um 10% steigen und ein operativer Gewinn von 200 Mio Dollar zu Buche stehen. Nach dem Erfolgsrezept befragt ließ sich Amazon-Chef Bezos bei räsentation dieser Zahlen so zitieren: "Wir haben in 15 Monaten fünfmal die Preise gesenkt und, um es einfach zu sagen, es funktioniert". Über die europäischen Töchter gibt es traditionsgemäß nicht viel Konkretes zu erfahren, die deutsche Amazon soll aber um 60% gewachsen sein und Amazon soll im internationalen Geschäft im 3.Quartal auch schon einen operativen Gewinn von 800.000 Dollar gemacht haben. …

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Meldungen – 28. Okt. 2002
Lesetipp: Amazon.de

A propos Amazon: Wer Zeit für ein bisschen Spaß hat, sollte sich mal auf die deutsche Amazon-Seite begeben, in der Schnellsuche "bohlen" eingeben und dann die Leser-Rezensionen zu Dieters Buch genießen. Gar nicht schlecht. Leseprobe: "Nicht selten begehen Autoren gleich in ihrem Debüt den Fehler, zu viel sagen zu wollen. Nicht so Bohlen." Oder: "Wer sich über Bohlens Erfolg ärgert, verwechselt ein Symptom mit seiner Ursache". 119 Rezensionen waren bis zum Wochenende eingegangen, weitere werden folgen. …

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Meldungen – 28. Okt. 2002
Tipp des Tages: teure Virenwarnung

Wenn wildfremde Menschenfreunde Sie vor einem Virus warnen, sollten Sie schon gleich misstrauisch werden. So wie Viren-Experte Lorenz Borsche (dessen Warnungen vertraut Langendorf), der wieder mal einen angeblichen Virenschutz angeboten bekam, welcher vielleicht auch vor Viren schützt, erst einmal aber jedenfalls einen 0190-Dialer installiert. Die Aktion geht von unterschiedlichen Adressen aus, bei Borsche ist es ein "sabrinctsupport" vom Schweizer Freenet-Ableger, Langendorf hat so eine Mail auch schon von einem Kunden des italienischen Dienstleisters libero.it bekommen. Der Absender schreibt: "Seit einigen Wochen gehen fast taeglich eMails mit neuen Wuermern ein ... Wir haben im Interesse aller Internetanwender auf unserem Download Server die noetige Software bereit gestellt ... Laden Sie jetzt unsere Zugangssoftware runter ... Mit freundlichen Gruessen Computer-Sicherheits-Team". Software runterladen? Nichts da. Borsche: "Fallen Sie nicht darauf rein ... das kann nur viel Geld kosten". …

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