Meldungen –  2. Aug. 2002
Antizyklisches Messeverhalten

Es gibt sie also doch, die Verlage, die es etwas anders machen. Genau in dem Jahr, in dem andere ihre Stände verkleinern oder ganz wegbleiben, geht der Bankakademie Verlag (Frankfurt) erstmals überhaupt mit eigenem Stand auf die Frankfurter Buchmesse. Die Situation sei günstig, vor dem Hintergrund der reduzierten Etats anderer Verlage verstärkt auf sich aufmerksam zu machen, meint Ulrich Martin, Marketingleiter des im Sortimentsbuchhandel bisher eher unterbelichteten Verlags für Bank-Spezialthemen. Ausserdem wolle man ein Zeichen für die Frankfurter Buchmesse setzen. Und gleich noch einer: Der Rößler Verlag aus Bremen startet nach mehrjähriger Pause jetzt auf der Frankfurter Buchmesse durch. Die machen Kinder- und Vorlesebücher. ©LangendorfsDienst …

Mehr

Meldungen –  2. Aug. 2002
Einzelhandel im 1.Halbjahr fast 5% im Minus

ein dickes Plus von 16,6%, die SB-Warenhäuser ein kleines von 0,2%, die Kauf- und Warenhäuser erschlägt es dafür mit -14%. Filialisten mit -5,2% und Einzelgeschäfte mit -4,7% konnten sich im ersten Halbjahr im Mittelfeld halten. ©LangendorfsDienst …

Mehr

Meldungen –  2. Aug. 2002
Sie müssen sich nicht jede Münze aufdrücken lassen

Euro-Münzen sind zwar offizielles Zahlungsmittel, haben aber keine unbegrenzte Zahlkraft. Denn niemand ist verpflichtet, als Zahlungsempfänger mehr als 50 Münzen anzunehmen. Auch der Einzelhandel nicht, obwohl der ja sonst gern als Staubsauger herhalten darf. Auf diese wenig bekannte Bestimmung macht die Deutsche Bundesbank aufmerksam. Sollte also eine versetzte Braut bei Ihnen auftauchen und ihre Kleingeldbüchse ausschütten, um statt der Brautschuhe ein tröstendes Taschenbuch mit Cents zu bezahlen, dann können Sie das wohl akzeptieren, Sie müssen es aber nicht. Statt dessen können Sie folgenden Tipp geben: Münzen in unbegrenzter Zahl nehmen Bundesbank und Landeszentralbanken an. ©LangendorfsDienst …

Mehr

Konsumklima –  2. Aug. 2002
Manager-Stimmung hart am Abgrund

Entsprechend den jüngsten harten Zahlen zur US-Konjunktur (siehe Konjunkturdaten) entwickeln sich die Stimmungsindices der Einkaufsmanager, und zwar in allen entscheidenden Regionen. In den USA hat das Institut ISM im Juli einen Absturz von 56,2 auf 50,5 Punkte gemessen. Das ist hart am Rand des Abgrunds, denn die magische 50 ist der Gleichgewichtswert, Indexstände unter 50 bedeuten, dass die Experten eine schrumpfende Wirtschaft erwarten. Nicht viel besser sieht es in Europa aus, wo Reuters einen vergleichbaren Index errechnet. Der fiel im Juli zwar nur um zwei Zehntelpünktchen, liegt aber mit 51,6 auch nicht besonders weit über dem Gleichgewichtswert. Erst recht nicht der Teilindex Deutschland, der von 50,2 auf 50,1 Punkte fiel: Der liegt also gerade mal so auf der Kippe. …

Mehr

Konsumklima –  2. Aug. 2002
Deutsches Einzelhandelsklima bessert sich wieder

Das meldet die BBE-Unternehmensberatung. Der BBE-Index Einzelhandelsklima steigt für Juli aus der Tiefe auf und setzt sich bei 65,8 Punkten fest. Was allerdings noch nicht viel besagen will, denn erstens hatte der Index noch im März über 80 und vor einem Jahr fast bei 100 gestanden und zweitens bedeutet erst der Wert 100 den Gleichgewichtszustand im Einzelhändler-Gemüt. Das heisst, noch immer überwiegen ganz eindeutig die Pessimisten. Zwischen den Branchen ist im übrigen zu differenzieren: Zu denen mit verbesserten Erwartungen gehört gottlob der Bereich Bildung, Freizeit, Unterhaltung, daneben Textil, Schuhe, Drogerien, Heimausstattung. Dagegen sind Lage und Aussichten von Lebensmittelhändlern sowie Fachhändlern mit Haus- und Gartenbedarf auf einen Tiefststand gesunken. …

Mehr

Konsumklima –  2. Aug. 2002
Konsumenten: Sparen bleibt im Trend

Nach einer Umfrage für die Wirtschaftswoche meinen 51% der Verbraucher, sich derzeit finanziell "etwas" einschränken zu müssen, weitere 37% sehen sogar "starke" Einschränkungen als erforderlich an. Nur 12% der Verbraucher zeigen sich von solchen Überlegungen unbelastet. Da stellt sich jetzt aber doch die Frage, woher die andernorts festgestellte Erholung des Konsumklimas eigentlich kommt. Wenn das Ergebnis dieser Umfrage zutrifft, dann liegt Sparen und sich einschränken voll im Trend und im worst case fängt es noch an, in gewissen Kreisen als "cool" zu gelten. …

Mehr

Prognosen –  1. Aug. 2002
Frühindikator knickt ab

Zum zweitenmal nacheinander meldet jetzt das Handelsblatt einen Rückgang seines Frühindikators für die deutsche Konjunktur. Das mit drei Monaten Vorlauf zu wertende Prognoseinstrument signalisiert jetzt für November nur noch 1,4% Wirtschaftswachstum nach 1,6% und 1,7% in den Vormonaten. Die Ost-Variante des Frühindikators stagniert bei 0,5%. Zu der schlechten Entwicklung hat, versteht sich, auch die Komponente Einzelhandelsumsatz Mai beigetragen, die in den Index eingeht. Dennoch signalisiert der Handelsblatt-Indikator für das Gesamtjahr 2002 immer noch ein Wachsrtum von gut 1%, mehr als die meisten Konjunkturforschungsinstituite vorherzusagen wagen. …

Mehr

Meldungen –  1. Aug. 2002
Vorerst weniger Euro-Blüten

Die Fälscher müssen sich wohl ebenso an den Euro gewöhnen wie die Kunden: Jedenfalls hat die Deutsche Bundesbank im ersten Halbjahr nur 2379 falsche Euro-Banknoten registriert, das sind etwa 20% des Schein-Blüten-Aufkommens vom 1.Halbjahr 2001. Dennoch bleibt die Falschgeldgefahr ernst zu nehmen, zumal die Blütenproduktion ja noch stärker anspringen kann. Hinweise, wie Sie Geldscheine und Münzen prüfen, finden Sie auf der Bundesbank-Seite in der Rubrik Bargeld. Münzen sind aber vorerst keine große Gefahr, bei den großen machen die zwei Metalle den Fälschern Probleme, bei den kleinen lohnt der Aufwand nicht. ©LangendorfsDienst …

Mehr

Wirtschaftsumfeld –  1. Aug. 2002
Euro-Inflation wieder einen Tick höher

Auf 1,9% schätzt Eurostat die Inflationsrate des Monats Juli in der Euro-Zone. Damit läge die Teuerung wieder einen Tick über der vom Juni (1,8%), aber noch unterhalb des EU-Zielwerts 2%. Ohne auf dem Zerhntelpünktschen sehr herum reiten zu wollen scheint sich aber doch hier schon ein erster Hinweis zu zeigen, dass es nach Auslaufen des günstigen Basiseffekts vom letzten Sommer mit der Inflation ab jetzt wieder aufwärts geht. ©LangendorfsDienst …

Mehr

Wirtschaftsumfeld –  1. Aug. 2002
US-Wirtschaftswachstum enttäuscht

Verwundert zeigten sich die Konjunkturexperten von der eigentlich doch erwartbaren Verlangsamung des US-Wirtschaftswachstums: Im 2.Quartal stieg das US-BIP gegen Vorjahr nur noch um 1,1% nach (korrigiert) +5% im 1.Quartal. Nach dem unerwartet tiefen Absturz des Verbrauchervertrauens (siehe Meldung vom 30.7. unter Klima) ist dies der zweite herbe Schlag für die Konjunkturoptimisten. Immerhin hat sich der private Verbrauch in den USA im 2.Quartal mit +1,9% noch überdurchschnittlich entwickelt. Aber der US-Privatkonsum ist eine Säule, deren Statik nach der schwachen Entwicklung des Konsumklimas nicht mehr so ganz sicher ist. Im übrigen wurde die US-Konjunkturstatistik auch noch weiter in Richtung rückwärts korrigiert, und dabei stellte sich heraus, dass die USA letztes Jahr nicht in einem, sondern gleich in drei Quartalen ein Minuswachstum hatten. Räusper: Eine schulmäßige Rezession also. ©LangendorfsDienst …

Mehr