Konsumklima –  1. Aug. 2002
GfK: Konsumklima bessert sich

Nach dem icon-Konsumbarometer (siehe Meldung vom 4.7.) deutet jetzt auch die Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) auf eine Besserung des Konsumklimas hin. Der GfK-Konsumklima-Indikator liegt für August bei 7,5 Punkten nach (revidiert) 7.7. Was die Nürnberger Forscher trotz dieses rechnerischen Rückgangs so zuversichtlich macht ist, dass die 2000 befragten Konsumenten jetzt ihre Zukunftserwartungen deutlich verbessert angegeben haben: Immer mehr Verbraucher rechnen damit, dass sich die Wirtschaft erholt und die Schwächephase bald vorbei ist. Auch die Einkommenserwartungen der Konsumenten steigen, wohl angesichts der aktuellen Lohnrunden und der noch mäßigen Teuerungsrate. Räusper: Komisch an den GfK-Zahlen ist nur, dass diese auch schon vorher im positiven Bereich lagen (Indexzahlen über Null deutet ein steigendes Konsumklima an), wovon aber in den konkreten Einzelhandelsumsätzen bisher rein gar nichts zu spüren war. …

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Prognosen – 31. Jul. 2002
ifo meint, weltweit geht's auch 2003 aufwärts

Das vom ifo-Institut beobachtete Weltwirtschaftsklima, das 'Ende 2001 so frostig war wie noch nie seit dem Beginn der 80er Jahre', hat sich wieder deutlich gebessert. Grund: Die Aussicht, dass die Weltwirtschaft 2002 real um 2,7% und 2003 um 3,6% wächst. Die US-Wirtscaft werde mit 2,6% in 2002 und 3,6% in 2003 stärker wachsen als die europäische und die deutsche. Für Deutschland rechnet das Institut erst (räusper: aber immerhin) für 2003 mit einem Auftrieb bei Investitionen in Ausrüstungen und sonstige Anlagen sowie, man staune, auch beim privaten Konsum. Die ifo-Prognosen für Deutschland in der folgenden Tabelle: …

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Prognosen – 31. Jul. 2002
Deutsche Bank: War's das schon?

In publikumswirksamen Gegensatz zu Optimisten, die bei Konjunktur und Börse den Boden erreicht sehen, setzt sich Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank. Zwar sei es im ersten Halbjahr 2002 aufwärts gegangen, doch sei die Entwicklung so schwach, dass man weniger von einem Aufschwung als vielmehr von einer Erholung nach der Krise vom letzten Herbst sprechen sollte. Zudem sei der Trend schon wieder gefährdet, denn von der europäischen Wirtschaft gehe keine eigenständige Dynamik aus. ©LangendorfsDienst …

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Meldungen – 31. Jul. 2002
Kein Scherz: 210 Euro pro qm beträgt die Spitzenmiete

für einen kleinen Laden auf der Frankfurter Zeil. Deshalb, weil sich hier alle internationalen Einzelhandelsfilialisten versammeln, wie das Maklerunternehmen Atis Real Müller berichtet. Angeblich wird in der Frankfurter City dreimal so viel Handelsfläche nachgefragt wie im Angebot ist. ©LangendorfsDienst …

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Wirtschaftsumfeld – 31. Jul. 2002
Juni zieht Einzelhandelsumsatz noch weiter runter

Um 5,2% lag der Umsatz des deutschen Einzelhandels nach Zahlen des Statistischen Bundesamts unter dem des Vorjahresmonats. Im ersten Halbjahr lagen die Einzelhandelsumsätze um 2,7% unter denen im Vergleichszeitraum 2001. Bedauerlicherweise ist der sonstige Facheinzelhandel (darunter versteht das Amt einen Mix aus Buchhandel, Zeitschriften, Schmuck und Sportartikel) beim Minus ganz vorn mit dabei: Mit -12,1% im Juni nämlich und mit -7,1% im ersten Halbjahr. Alle Entwicklungen in nominalen Werten, wegen der derzeit minimalen Entwicklung der Einzelhandelspreise liegen die realen Entwicklungen etwa gleichauf). Fazit: Im zweiten Halbjahr kann es kaum schlimmer werden. ©LangendorfsDienst …

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Umsatztest – 30. Jul. 2002
Auch beim IfH ist der Juni im Minus

Auch beim IfH ist der Juni im Minus Rund 2% weniger Umsatz als im Vergleichsmonat meldet der monatliche Betriebsvergleich …

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Meldungen – 30. Jul. 2002
US-Independents gehen auf die Barrikaden

, und zwar zeitgleich in Chicago und Austin, meldet Bookweb. Beide Städte fördern mit öffentlichen Mitteln große Shopping Center Projekte, in denen sich der Großfilialist Borders ausbreitet. Die Independents protestieren dagegen, dass die Verwaltung mit städtischen Geldern mithilft, lokale Unternehmen und Steuerzahler an die Wand zu drücken. Die Behörden stehen auf dem Standpunkt, Beiträge zur Umwandlung von Brachen in Einkaufszentren dienten allein der Förderung der Infrastruktur, und an wen dann Flächen vermietet werden sei Sache des Betreibers, nicht der Administration. Die Buchhändler kontern, Mittel der Stadt sollten nicht eingesetzt werden für Projekte, die nicht die lokale Wirtschaft fördern. Im übrigen seien sie, die unabhängigen Buchhändler, selbst Teil der lebendigen örtlichen Infrastruktur, und ihnen habe auch niemand Subventionen gegeben, als sie sich angesiedelt haben. Buchhändler Steve Bercu aus Austin: Wettbewerb ist gut, aber bitte mit gleichen Startbedingungen. ©LangendorfsDienst …

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Meldungen – 30. Jul. 2002
Reine Reste-Läden bieten zu wenig

Das belegt einmal mehr die Schließung des Schweizer Weltbild-Testladens Jokers in Winterthur, die das Börsenblatt meldet. Diese Erfahrungen haben schon viele andere vorher machen müssen: Ein reiner MA-Shop bietet den Kunden zu wenig Austausch und Impulse. Konsequenz: Weltbild wandelt sein Testobjekt in eine Weltbild-plus-Filiale um. Die hat mit der Katalogware und einem Anteil Neubücher mehr Abwechslung zu bieten. ©LangendorfsDienst …

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Meldungen – 30. Jul. 2002
Amazon (UK) will die Preise noch weiter drücken

Amazon.com hat weltweit im 2.Quartal den Umsatz um 21% auf 806 Mio $ und im 1. Halbjahr 2002 um ebenfalls 21% auf 1,7 Mrd $ gesteigert. Der operative Proforma-Gewinn lag im Q1 bei 26 Mio $ und im Halbjahr bei 50 Mio $. Die International Division, in der Großbritannien und Deutschland dominieren, steigerte den Umsatz im Q2 um 70% auf 219 Mio $, der operative Proforma-Verlust lag bei 10 Mio $ oder 5% vom Umsatz nach 23% im Vorjahr. Die Verluste stammen aus den jüngeren Amazon-Töchtern in Frankreich und Japan, während UK und Deutschland zusammen schon operativ schwarz schreiben sollen. Amazon wertet das als Beweis, dass das Geschäftsmodell ab einer gewissen Größe funktioniert. Das Wachstum führt der Online-Riese vor allem auf seine aggressive Preispolitik zurück, bei der aber immer noch eine Steigerung möglich ist: Amazon.co.uk will die Zahl der Titel, die er in Großbritannien mit 30% Rabatt anbietet, nochmals kräftig steigern. ©LangendorfsDienst …

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Meldungen – 30. Jul. 2002
Verschiedene Welten im vielleicht letzten Sommerschlussverkauf

beschreiben dieser Tage die Medien. Während die einen den Sturm auf die Geschäfte ausriefen, bestätigte sich für die anderen nur einmal mehr, dass die Zeiten der Prügelei am Wühltisch vorbei sind. Der HDE spricht von einem Traumstart und sah Menschentrauben vor der Tür. Wie auch immer: Die Absicht der im Buchhandel bekannten Justizministerin Herta Däubler-Gmelin, die Beschränkung von Sonderverkäufen zu lockern, könnte diesen SSV zum letzten machen. Zum letzten offiziellen jedenfalls, denn niemand wird Einzelhändler hindern können, künftig aus eigener Initiative Schlussverkaufswochen zu den gewohnten Terminen auszurufen. Der Buchhandel, der die Schlussverkäufe (weil auf Textilien etc. beschränkt) bisher immer nur als Trittbrettfahrer erlebt hatte (indem er von der erhöhten Frequenz mit profitierte), wird vermutlich künftig auch aktiv mitmischen können, denn wenn die Sortimentsbeschränkung aufgehoben ist, können Buchhändler nach Belieben mit MA-Aktionen strunzen. Räusper: Lächeln Sie nicht über die bis zu 80% Rabatt bei Textilien. Ähnliche Nachlässe gegenüber dem früher gebundenen Preis bieten Sie, genau betrachtet, bei manchem MA-Titel selbst, dabei ist aber Ihre Spanne eine andere als die 50 bis 60%, die der Textilhandel genießt. ©LangendorfsDienst …

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