Prognosen – 14. Aug. 2002
Krasser Einbruch bei den Konjunkturerwartungen

Der ZEW-Index Konjunkturerwartungen ist im August regelrecht abgestürzt. Der Rückgang um 25,7 auf 43,4 Punkte ist der stärkste seit zwei Jahren. Das Mannheimer Institut hatte 315 Analysten nach ihren Erwartungen zur Entwicklung in der Konjunktur und auf den Kapitalmärkten befragt. Der Konjunkturaufschwung bleibt stecken kommentiert es ZEW-Präsident Prof.Dr. Wolfgang Franz. Dennoch: Der Index signalisiert, dass immer noch die Optimisten überwiegen. Freundlich an den Umfrageergebnissen ist allerdings nur, dass die Analysten jetzt die Inflationsrisiken niedriger einschätzen als bisher. Und das möglicherweise auch noch zu Unrecht: Der Basiseffekt spricht eigentlich eher dagegen und die ersten Signale zu den Juli-Preisen auch. ©LangendorfsDienst …

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Meldungen – 14. Aug. 2002
Thalia wächst derzeit nur durch neue Flächen

, ebenso wie der gesamte Douglas-Konzern, aber anders als dieser hat Thalia zuletzt rot geschrieben. Das zeigen die Halbjahreszahlen, die die Douglas AG jetzt veröffentlicht hat. Danach hat der Umsatz der Buch-Division Thalia mit 117 Mio ¬ um 2,6% höher gelegen als im 1.Hj 2001, aber flächenbereinigt um 0,3% niedriger. Die 77 (79) deutschen Buchhandlungen hatten 92 (89) Mio ¬ Umsatz, ergo 3,4% plus, flächenbereinigt +0,4%. Die wackeren Schweizer Schwestern Jäggi und Stauffacher machten mit 8 (9) Geschäften 25 (25) Mio ¬ Umsatz, das sind -0,5%, flächenbereinigt-2,6%. Zum Verständnis: Thalia verfügt jetzt über zahlenmäßig weniger, aber flächenmäßig größere Häuser. Der Gesamtkonzern Douglas erzielte im 1.Halbjahr 939 (927) Mio ¬ Umsatz, das sind nominal +1,3%, flächenbereinigt -1,3%. Selbst die starke Parfümerie-Sparte musste diesmal mit +3,8%, flächenbereinigt plusminus Null zufrieden sein. Auf der Ertragsseite gehörte Thalia im 1.Hj zu den Verlustbringern, das EBITDA (also auch ohne Abschreibungen) lag bei -0,6 Mio ¬. Im Vorjahr gab es noch ein Plis von 1 Mio ¬, was aber, wie man erst jetzt erfährt, vor allem am Sondereffelt einer aufgelösten Rückstellung lag. Dennoch ist dieses Minus nicht überzubewerten, denn das erste Halbjahr ist ja, wie wir alle wissen, das schwächere, da amcht auch Thalia keine Ausnahme. ©LangendorfsDienst …

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Meldungen – 14. Aug. 2002
Im Juli erstmals in 2002 ein Plus für den Buchhandel

Darauf lassen die verbalen Rückmeldungen aus dem Sortiment schließen. Der Monatsbetriebsvergleich des IfH meldet denn auch schon +4%, meldet heute das Börsenblatt. Ein Anstieg, der nicht viel besagen will, gab es doch einen Verkaufstag mehr als im Vergleichsmonat und die Vorjahresbasis war schwach, beim IfH -2%. Immerhin: Der in den ersten sieben Monaten kumulierte Umsatzrückgang liegt beim IfH jetzt nur noch bei 1%. Das Ergebnis des ersten Probelaufs zum neuen LD-Umsatztest erscheint morgen auf der Seite Umsatztest. Voraussichtlich morgen kommt auch der gewohnte Umsatztrend im gedruckten buchreport. Dann sehen wir klarer. Oder zumindest weiter.©LangendorfsDienst …

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Meldungen – 14. Aug. 2002
Wolters Kluwer halbiert den Halbjahresgewinn

In der ersten Jahreshälfte 2002 hat der niederländische Verlagskonzern Wolters Kluwer 32 Mio ¬ Nettogewinn gemacht nach 64 Mio ¬ im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 6% auf 1,9 Mrd ¬, um Zukäufe bereinigt um 2%. Die Zukäufe sind auch Grund für den Gewinnrückgang: Vor Abschreibung auf Firmenwerte war der Gewinn um 11% auf 194 Mio ¬ gestiegen. Für das Gesamtjahr 2002 erwartet Wolters Kluwer eine Steigerung des Gewinnns vor Goodwill um 9%. ©LangendorfsDienst …

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Wirtschaftsumfeld – 14. Aug. 2002
Juli-Inflation 1,0%

Damit bestätigt das Statistische Bundesamt seine Vorausschätzung. Überdurchschnittlich verteuert haben sich Dienstleistungen, insbesondere Pauschalreisen, Hotel / Gaststätte und Frisuren. Energiebezogene Preise sind im Jahresvergleich bisher noch niedriger, ziehen aber im Monatsvergleich wieder an. Auch Nahrungsmittel drücken noch die Preisstatistik, waren sie doch vor einem Jahr (wer erinnert sich noch an die Maul- und Klauenseuche?) abnorm teuer. Kann wieder kommen, siehe eine Meldung weiter oben. Informationsverarbeitungsgeräte, wie das Statistische Bundesamt das nennt, wurden gegen Vorjahr 19,9% billiger. Die Entwicklung der Bücherpreise folgt. ©LangendorfsDienst …

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Wirtschaftsumfeld – 14. Aug. 2002
Werbeflaute hält an

Auch im Juli sind die Werbeumsätze in Deutschland weiter gesunken. Nielsen Media Research ermittelte einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 5,8%. In den ersten sieben Monaten betrug der Rückgang auch schon 6,1%, beides jedenfalls schlimmer als im Buchhandel (-2,7%). Werbetreibende aus dem Bereich Finanzanlagen spendierten 52% weniger für die Werbung, Spezialversender (-28%) und Telekommunikation (-21%) kürzten ebenfalls stark. Kunst und Kultur warben mit einem Plus von 21% gegen den Trend stärker. Von den Medien hatte das fernsehen den stärksten Einbruch mit -7%. ©LangendorfsDienst …

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Wirtschaftsumfeld – 14. Aug. 2002
Steigendes Hochwasser, steigende Preise

Das Unwetter im Süden und Südosten dürfte sich nachteilig nicht nur auf die Habe der Betroffenen, sondern auf die Preisentwicklung in ganz Deutschland auswirken. Wegen der beeinträchtigten Ernte ist mit höheren Preisen für Obst, Gemüse und andere Lebensmittel zu rechnen. Das wird der Teuerungsrate, die ohnehin tendenziell schon leicht wieder im Anstieg ist, mit Sicherheit einen zusätzlichen Schub geben. Dessen Ausmaß lässt sich noch nicht abschätzen, er setzt jedoch zusätzlich auf den durch die Vorjahresbasis bedingten erwarteten höheren Preissteigerungen der nächsten Monate auf. Noch ist die Teuerung allerdings im überschaubaren Bereich: Im Juni betrug sie in Deutschland 0,8%, im Juli 1,0% (siehe nächste Meldung). Räusper: Hier wird es, anders als beim so genannten Teuro, tatsächlich einen zusätzlichen Preisschub geben. Aber das Verbraucherministerium wird wohl kein Tribunal einberufen. ©LangendorfsDienst …

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Meldungen – 13. Aug. 2002
Kalender 2003 jetzt schon billig

Mit einem besonders bemerkenswerten Angebot erfreut ab heute der Kaufhof seine Kunden. Neben den üblichen Ratgebern, Bildbänden und so fallen hochwertige CD-ROM-Produkte von Langenscheidt und Duden zum Einheitspreis 20¬ auf, vor allem aber Kalender 2003, darunter ein echter Janosch, zu je 5 Euro. Räusper: Früher wurden nach Anbruch des Jahres die Kalender billiger verkaiuft nach dem Motto: Das Jahr ist noch nicht zu Ende. Heute hat das Jahr noch längst nicht begonnen, da... ©LangendorfsDienst …

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Meldungen – 13. Aug. 2002
Libri.de bietet ab sofort ein Fachbuchportal

Eine nützliche Hilfe bei der Suche nach Fachbüchern bietet Libri.de an - zunächst für die Bereiche Recht, Wirtschaft, Steuern sowie IT, Computer, Internet. Ab sofort ist unter www.libri.de/fachbuch ein Portal zugänglich, mit dem Fachbücher dieser Bereiche ganz gezielt nach allen Stichwörtern zu finden sind, die in Titel, Untertitel, Vorwort, Klappentext, Inhaltsverzeichnis, Register, Autorenporträt und den Bibliografischen Angaben vorkommen. Das System wurde von DeutschesFachbuch.de entwickelt und ermöglicht dem Nutzer, die Stichwort-Fundstellen individuell zu gewichten und sich damit die Titel in einer persönlichen Relevanzfolge anzeigen zu lassen. Der weitere Ablauf geht dann wie gewohnt: Gefundenes Buch in den Warenkorb, Buchhandlung auswählen, Liefermodus etc. ©LangendorfsDienst …

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Konsumklima – 13. Aug. 2002
Drucker-Stimmung auf dem Weg ins Bodenlose

Einen Absturz des Geschäftsklimaindex Druckindustrie von -29 auf -36 Punkte musste der bvdm mitteilen. Und dafür gibt es Gründe. Die Geschäftssituation hat einen neuen absoluten Tiefpunkt erreicht. Die Produktion nimmt stärker als saisonüblich ab. Die Nachfragesituation hat sich weiter verschlechtert, wenn auch nicht mehr in dem Tempo der vorangegangenen Monate. Der Preisrückgang verstärkt sich, jeder dritte Betrieb hatte Preisrücknahmen gegenüber dem Vormonat, Preisanhebungen gab es keine. 22% rechnen in den nächsten drei Monaten mit weiterer konjunktureller Verschlechterung, immerhin 17% erwarten positive Impulse. 23% der Unternehmen rechnen mit einer Verschlechterung der eigenen Geschäftslage, nur 14% mit einer Besserung. Die -36 Punkte sind der tiefste Stand seit dem Katastrophenjahr 1982, der Chart zeigt einen stabilen Abwärtstrend. Ab ins Bodenlose? …

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