Meldungen – 20. Jul. 2002
Übermächtige Medienkonkurrenz

Kaum zu glauben, aber amtlich: Rund drei Stunden täglich soll der Durchschnittsdeutsche in die Glotze gucken. Das fernsehsüchtigste Drittel ist mit 6,5 Stunden dabei (dieser Durchschnittswert bedeutet, dass die Spitze noch weit länger guckt), das mittlere Drittel mit drei Stunden, das enthaltsame Drittel bringt es immer noch auf durchschnittlich eine Stunde täglichen Fernsehkonsum. Jetzt wissen wir also, warum kaum einer mehr Zeit hat Bücher zu lesen. ©LangendorfsDienst …

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Prognosen – 19. Jul. 2002
RWI: 2003 geht dem Aufschwung die Puste aus

Gar nicht mehr so optimistisch zeigt sich das RWI (Essen), obwohl sich an den offiziellen Prognosezahlen wenig geändert hat. Für das laufende Jahr wird ein Wirtschaftswachstum für Deutschland von 0,9% erwartet, dies aber nur, wenn sich die Konjunktur in den USA tatsächlich stark entwickelt, denn aus dem Inland kommen keine positiven Impulse. Kommt es in den USA anders, reicht das Worst Case Szenario für Deutschland bis zu mageren 0,4% Wachstum für 2002. Für 2003 erwarten die Essener zwar wacker 2,3% plus, aber dies auch nur wegen eines starken Jahresbeginns. Im weiteren Jahresverlauf geht demnach dem Aufschwung der Schwung schon wieder aus. ©LangendorfsDienst …

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Prognosen – 19. Jul. 2002
US-Optimismus gebremst

So recht überschäumend ist der Glaube an den Konjunkturaufschwung offenbar selbst in den USA nicht mehr: Der Index der Frühindikatoren ist im Mai jedenfalls nicht mehr gestiegen, sondern verharrt auf dem (ganz guten) April-Niveau von 112,4. Der aus zehn Komponenten bestehende Index misst Real- und Stimmungsdaten, wobei sich zuletzt eigenartigerweise die Realdaten besser, die Stimmungsdaten schlechter entwickelt hatten. ©LangendorfsDienst …

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Wirtschaftsumfeld – 18. Jul. 2002
Euro-Inflation jetzt unter 2%

DiePreissteigerungsrate im Juni betrug in der Euro-Zone 1,8%, meldet Eurostat, und lag damit erstmals seit mehr als zwei Jahren unter dem Ziel von 2%. Deutschland war Musterknabe mit (nach EU-Kriterien) nur 0,7%. Im Jahresverlauf wird die Eins vor dem Komma aber wohl kaum gehalten werden können, wegen der höheren Preissteigerungen in den ersten Monaten des Jahres und wegen des auslaufenden Basiseffekts aus den jetzt noch den Durchschnitt drückenden Energiepreisen. ©LangendorfsDienst …

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Prognosen – 17. Jul. 2002
Greenspan sieht Wachstum

Nachhaltiges Wachstum für die US-Wirtschaft erwartet Ober-Guru Alan Greenspan aufgrund guter Fundamentaldaten. Der Notenbankchef rechnet für 2002 mit einem US-Wirtschaftswachstum von 3,5 bis 3,75%, im nächsten Jahr mit 3,5 bis 4%. Immer vorausgesetzt es kommt nicht zu neuen politischen Risikofällen, prominenten Bilanzskandalen oder Konsumeinbrüchen etwa aufgrund der notleidenden Aktienkurse. ©LangendorfsdIenst …

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Prognosen – 17. Jul. 2002
Müller: 'Talsohle durchschritten'

Das sagte der Bundeswirtschaftminister bei Vorlage seines Jahreswirtschaftsberichts 2002. Das Wirtschaftswachstum werde sich im zweiten Halbjahr beschleunigen und sich im nächsten Jahr der 3% Marke nähern, sagte er unter Berufung auf 'alle Konjunkturexperten'. Räusper: Den Impulsen aus dem Inland und speziell dem Inlandskonsum traut Müller aber auf die nächsten Jahre offenbar wenig zu, denn in der Planung bis 2006 spielt der Export eher noch stärker als bisher die Rolle des Wachstumsmotors. …

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Prognosen – 12. Jul. 2002
Eurokonjunktur-Indikator in Trippelschritten

Zum fünftenmal in Folge ist der Eurokonjunktur-Frühindikator des Handelsblatts gestiegen. Allerdings nur um ein Zehntelpüntchen auf 1,6%, das einen weiteren leichten Aufschwung, nicht jedoch große Sprünge erwarten lässt. Das Konsumentenvertrauen gehörte leider zu den Schwachpunkten der beteiligten Komponenten, und: Der Export darf nicht wegbrechen, wenn die Prognose Wirklichkeit werden soll. Andererseits gebe es auch keine Anzeichen für ein abruptes Ende des Aufschwungs, interpretiert das Handelsblatt diese seine Zahlen. …

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Wirtschaftsumfeld – 12. Jul. 2002
Preissteigerung beruhigt

Die Verbraucherpreise sind in Deutschland im Juni nur um 0,8% gestiegen. Das teilt das Statistische Bundesamt mit. Besonders Lebensmittel, Heizöl und Benzin wurden billiger. Die Freude wird aber nicht von langer Dauer sein, denn ein Großteil der Preisberuhigung dürfte dem Basiseffekt zu verdanken sein, dass vor einem Jahr der Preisauftrieb seinen letzten Höhepunkt hatte. Von jetzt an wird die Basis also wieder niedriger, die darauf aufsetzende Steigerung tendenziell höher. ©LangendorfsDienst …

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Prognosen – 10. Jul. 2002
DIW sieht 2003 wieder die Bremse

Eher skeptisch zeigt sich neuerdings das DIW (Berlin). Nachdem im 2.Quartal 2002 das Bruttoinandsprodukt gegenüber dem Q1 nur um 0,3% gewachsen sein dürfte, rechnet das Institut für das zweite Halbjahr 2002 zwar mit einem steigenden Tempo, für Gesamt-2002 aber nur noch mit einem Wirtschaftswachstum um 0,6%. In 2003 soll die deutsche Wirtschaft zwar um 2,0% wachsen, doch werde das Wachstum im Jahresverlauf deutlich an Tempo nachlassen, weil die Weltwirtschaft an Schwung verliere und ein starker Euro die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte beeinträchtige. …

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Meldungen – 10. Jul. 2002
Textilhandel im Jammertal

Von Januar bis Mai hat der Textilhandel 9% weniger umgesetzt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Sit 1993 kennt die Branche kein Wachstum mer, aber so schlimm wie in diesem Jahr war es noch nie. Die Verbände rechnen mit 1600 Ladenschließungen jährlich. ©LangendorfsDienst …

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