Wirtschaftsumfeld – 22. Aug. 2002
Gewerbe: Weniger Umsatz, gleiche Lohnkosten

Die Verschlechterung der Lage im verarbeitenden Gewerbe Deutschland lässt sich aus den Zahlen des Statistischen Bundesamts mit Händen greifen. Danach haben die Unternehmen (in die Statistik gehen nur solche mit 20 und mehr Beschäftigten ein) im Juni 1,6% weniger Umsatz gehabt (112 Mrd ¬) bei 3,1% weniger Beschäftigten. Wer da glaubt, dies hätte zu besseren Erträgen führen müssen, der irrt: Die Lohn- und Gehaltssumme blieb trotz des Beschäftigtenabbaus gleich (20 Mrd ¬). Im ersten Halbjahr ein noch schwächeres Bild: 3,6% weniger Umsatz, 2,5% weniger Beschäftigte und nur 1,2% niedrigere Lohn- und Gehaltssumme. Räusper: Daraus, dass die Relation im Juni gegenüber dem ersten Halbjahr leicht besser ist, lässt sich mit gutem Willen eine kleine Aufschwungtendenz herausinterpretieren. ©LangendorfsDienst …

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Prognosen – 21. Aug. 2002
US-Frühindikator verliert wieder

Der vom Institut Conference Board ermittelte Index der US-Frühindikatoren hat im Juli wieder an Kraft verloren und fiel von 112,1 auf 111,6 Punkte. Damit ist der Aufschwung, der gleich nach dem Einbruch vom 11.September 2001 eingesetzt hatte, jetzt ernsthaft gefährdet. Der Frühindikator sagt die Entwicklung der Wirtschaft in den bevorstehenden drei bis sechs Monaten voraus; dem zufolge ist also auch nach diesem Konjunktursignal vom zweiten Halbjahr 2002 weniger zu erwarten als bisher erhofft. ©LangendorfsDienst …

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Prognosen – 21. Aug. 2002
Bundesbank sieht dieses Jahr höchstens 0,6%

Auf nur 0,25% schätzt die Deutsche Bundesbank das Wirtschaftswachstum im 2.Quartal 2002 gegenüber dem ersten. In dem hatte das Wirtschaftswachatum gerade mal 0,2% betragen, heisst es im Monatsbericht August. Gegenüber dem Vorjahr war das BIP im 2.Quratal um 0,5% höher, im ersten 0,5% niedriger. Dabei will die Bundesbank gesehen haben, dass sich der private Konsum im 2.Quartal leicht belebt hat, was der Einzelhandel sicher nicht bestätigen wird. Insgesamt ist nach den Erkenntnissen der Bundesbanker für 2002 kaum mehr als das Wachstum des vergangenen Jahres (0,6%) zu erwarten. Die offiziellen Wachstumszahlen für das 2.Quartal gibt es am Donnerstag vom Statistischen Bundesamt. ©LangendorfsDienst …

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Meldungen – 21. Aug. 2002
Finanzminister helfen Hochwasseropfern

Bevor sie es sich bei den übrigen Steuerzahlern zurückholen haben die Finanzminister von Bund und Ländern erst einmal konkretisiert, wie sie den von der Hochwasserkatastrophe sofort helfen können. Die wichtigsten Steuerhilfen laut Rahmenkatalog:Steuerstundungen, Aussetzung von Vollstreckungsmaßnahmen, Herabsetzung von Vorauszahlungen, Erleichterung beim Nachweis für steuerbegünstigte Zuwendungen, Kein Nachteil bei Verlust von Buchführungsunterlagen, Sonderabschreibungen bei Wiederaufbau und Ersatzbeschaffung, Rücklagen für Ersatzbeschaffung, Anerkennung bis 45T ¬ Baukosten als Erhaltungsaufwand, Anschaffung existenziell notwendiger Gegenstände als außergewöhnliche Belastung., Der vollständige Rahmenkatalog ist unter www.bundesfinanzministerium.de einsehbar. ©LangendorfsDienst …

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Wirtschaftsumfeld – 21. Aug. 2002
Euro-Produktion weiter unter Vorjahr

Die Industrieproduktion ist in der Eurozone im Juli zwar gegenüber Juni um 0,5% gestiegen, lag aber damit immer noch um 1,2% unter der des Vorjahres. Das hat Eurostat ermittelt. Bei Konsumgütern lag die Steigerung gegenüber Vormonat bei nur 0,2% und damit 0,5% unter Vorjahr. In Deutschland stieg die Produktion gegenüber Juni zwar um 1,7%, hat damit aber nur gerade mal die zwei vorhergehenden Minusmonate wieder aufgeholt. Gegenüber dem Vorjahr liegt die Produktion in Deutschland um 1,9% niedriger. Das wäre also weiter unter EU-Durchschnitt, lässt sich aber auch als Fortschritt interpretieren, denn in den ersten Monaten dieses Jahres war die deutsche Industrieproduktion sogar noch um mehr als 4% unter Vorjahr geblieben. Fazit: Den Aufschwung zu konkretisieren bedarf es schon einigen guten Willens. ©LangendorfsDienst …

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Wirtschaftsumfeld – 21. Aug. 2002
Auch Direktwerber spüren die Flaute

Das hat Emnid für den Direktmarketingverband DDV ermittelt, meldet Horizont. Danach sind im ersten Halbjahr bei je etwa einem Drittel der 251 befragten Direktmarketingunternehmen die Umsätze zurück gegangen, gleich geblieben oder gestiegen. Angesichts der Konsumkrise eigentlich noch eine glimpfliche Entwicklung. Zumal die Versender der vielen schönen bunten Werbebriefe vom zweiten Halbjahr schon wieder mehr erwarten: 42% rechnen mit steigenden Umsätzen, nur 19% mit nachlassenden. ©LangendorfsDienst …

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Prognosen – 20. Aug. 2002
Bankenverband: Kein Wachstumstreiber in Sicht

Die Konjunkturerholung im Euro-Raum kommt nicht so voran, wie man sich das im Frühjahr noch gedacht hatte. Diese Einschätzung verbreitet der Bundesverband Deutscher Banken in seinem neuen Konjunkturbericht. Im Euro-Raum soll das Wachstum im 2.Quartal gegenüber dem Vorjahr stagnieren, auch für das 3.Quartal wird kein Zuwachs mehr erwartet. Für das Gesamtjahr rechnen die Bänker mit einem Wirtschaftswachstum von 1% im Euro-Raum. Ein Abgleiten der Euro-Konjunktur in die Rezession sei allerdings nicht zu befürchten. Für Deutschland erwartet der Bankenverband eine Fortsetzung der konjunkturellen Erholung, die aber im weiteren Jahresverlauf kaum noch an Dynamik gewinnen dürfte. Die Wachstumsprognose für Deutschland setzt der Verband deshalb von 1% auf 0,5% zurück. Bedenklich für den Konsum: Nach dieser Vorhersage wird die Arbeitslosigkeit mindestens bis zum Jahresende weiter steigen. ©LangendorfsDienst …

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Prognosen – 20. Aug. 2002
Auch das RWI wird skeptischer

Die Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft hat das RWI zurück genommen. Für 2002 erwartet das Essener Institut noch 0,6 bis 0,7% Wirtschaftswachstum, für das kommende Jahr 1,8% bis 2,2%. ©LangendorfsDienst …

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Meldungen – 20. Aug. 2002
Umfrage des Monats: Bessere Kundenstimmung ist Realität

Die von gleich zwei Instituten etwas überraschend gemeldete Besserung der Kundenstimmung ist kein statistischer Ausraster, sondern in vielen Buchhandlungen durch die Realität bestätigt. Das hat die allererste LD-Umfrage des Monats ergeben. In ausschweifende Konsumlust droht die Entwicklung aber noch nicht gleich umzuschlagen. Zumal jetzt erst einmal die direkten und indirekten Folgen der Flutkatastrophe in Rechnung zu stellen sind. Details aus der LD-Umfrage des Monats August auf der Seite Umfrage. ©LangendorfsDienst …

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Meldungen – 20. Aug. 2002
Primus-Online wechselt den Besitzer,

bleibt aber in der Familie. Die Metro verkauft seine Beteiligung an Primus-Online, weil dieses Unternehmen sich zu einem eigenständigen Online-Versender entwickelt hat. Das passte nicht mehr ins Konzept, weil die Metro ihre E-Commerce-Strategie ganz in den Dienst der Stärkung des eigenen stationären Geschäfts stellt. Der Käufer ist aber kein Fremder: Die Beisheim Holding des Metro-Gründers Otto Beisheim, der schon bisher knapp die Hälfte der Unternehmensanteile an Primus online hielt und jetzt der allein dominierende Gesellschafter wird. Die Beisheim Holding hält zahlreiche Beteiligungen im E-Business und soll den Einstieg bei Primus online als Finanzanlage betrachten. Primus Online ist seit Übernahme des Tonträgerversenders JPC einer der großen Online-Versender (Umsatz 2001 geschätzt 150 Mio ¬) mit 17 Tochtergesellschaften für die einzelnen Warengruppen. Die Buch-Tochter Primus-Buch (früher: Bücherwurm) ist mit geschätzt 0,7 Mio ¬ im vergangenen Jahr einer der kleinen Player im Online-Buchmarkt. ¦LangendorfsDienst …

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