Wirtschaftsumfeld

23. Jan. 2003
Unternehmen: Kunden drückten 2002 die Preise

Den gewerblichen Unternehmen in Deutschland ist es im vergangenen Jahr nicht gelungen, ihre Preise zu halten. Das Statistische Bundesamt meldet einen Rückgang des Index Erzeugerpreise im Jahresdurchschnitt um 0,5%. Im Jahr 2001 hatte es noch eine Steigerung um 3% gegeben. Der niedrige Jahresdurchschnitt 2002 beruht hauptsächlich auf den (2001 höheren) Ölpreisen und stammt allein aus den ersten neun Monaten; seit Oktober haben sich die Erzeugerpreise gegen Vorjahr wieder erholt, im Dezember stiegen sie um 0,9% und damit fast wieder in Höhe der allgemeinen Teuerungsrate. Erzeugnisse, die mit Buchherstellung und -vertrieb zu tun haben, zeigten auf der Erzeugerstufe im vergangenen Jahr keine auffallende Preisbewegung. …

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23. Jan. 2003
Finanzamt und Restaurants treiben Euro-Preise

Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich in Euroland im Dezember wieder etwas beschleunigt, meldet Eurostat: Der Preisindex lag um 2,3% über Vorjahr nach 2,2% im November. Im Jahresdurchschnitt beträgt die Euro-Inflation 2002 damit 2,2%. Die niedrigste Inflationsrate hatte Deutschland mit 1,1%, am anderen Ende der Skala steht mit 4,6% Irland. Von den Konsumsegmenten schneiden Freizeit und Kultur (+0,9%) nach Kommunikation (-1,0%) am stabilsten ab. Waren und Leistungen aus dem Bildungswesen wurden dagegen um 4,0% überproportional teurer. Die ganz bösen Buben sind Hotels und Restaurants mit einer Teuerung von 4,6% sowie Vater Staat, der in seinem erzieherischen Eifer die Inflation bei Alkohol und Tabak auf 4,3% getrieben hat. …

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17. Jan. 2003
Kaum Wachstum, mehr Staat, weniger privat

Real ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2002 gegenüber dem Vorjahr nur um 0,2% gewachsen, teilt das Statistische Bundesamt mit. Die Stütze blieb, obwohl auch nicht mehr so expansiv wie früher, der Außenhandel (Exportüberschuss +1,5%), während die inländische Verwendung zurück ging, z.B. Ausrüstungsinvestitionen um 8,4% und private Konsumausgaben um 0,5%. Dagegen haben die staatlichen Konsumausgaben auch letztes Jahr um 1,5% zugenommen. …

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15. Jan. 2003
Von wegen Teuro: Preise 2002 nur +1,3%

Der Preisindex Lebenshaltung privater Haushalte ist im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 1,1% gestiegen, meldet das Statistische Bundesamt. Für das Gesamtjahr 2002 ergibt sich daraus ein Anstieg um ganze 1,3%, weit weniger als in den Vorjahren (2001: 2,5%, 2000: 1,9%), was die öffentlich gefühlte Teuro-Hysterie ziemlich absurd erscheinen lässt. Wo es wirklich teuer wurde, hatte Vater Staat die Hand im Spiel: bei Tabakwaren, die schon seit Jahresbeginn und auch im Dezember mit 5,7% zur Teuerung beitrugen. Waren, die mit Herstellung und Distribution von Büchern zu tun haben, zeigten 2002 keine preislichen Ausreißer. …

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14. Jan. 2003
Mehrdeutige Industriestatistik

In kurzer Folge hat das Bundeswirtschaftsministerium zwei wichtige Kennzahlen der Industriestatistik veröffentlicht, die aber leider in sich so widersprüchlich sind, dass sie keinen zwingenden Aufschluss über unser weiteres Wohlergehen geben. …

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13. Jan. 2003
Arbeitslosenquote bleibt hoch

Die Arbeitslosenquote lag im November in der Eurozone bei 8,4% und in den 15 EU-Ländern bei 7,7%, beides unverändert gegenüber Oktober. In Deutschland betrug die Arbeitslosenquote im November 8,4% (Oktober: 8,3%). …

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10. Jan. 2003
Europa: Erzeugerpreise noch in Fesseln

Die Erzeugerpreise der Industrie in der Eurozone lagen im November um 1,1% über Vorjahr, während die Lebenshaltungskosten um 2,2% stiegen. Ge- und Verbrauchsgüter wurden ebenfalls um 1,1% teurer, Energie um 2,5%, meldet Eurostat. Die geringsten Preisanhebungen konnten die Hersteller in Deutschland durchsetzen, hier lag das Niveau nur um 0,4% über dem Vorjahr. Zeichen für den Druck, den die schwache Nachfrage gerade in Deutschland auf die Industrie ausübt. …

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6. Jan. 2003
Euro-Inflation bleibt bei 2,2%

Nach der Vorausschätzung von Eurostat ist die jährliche Inflationsrate in der Eurozone im Dezember 2002 mit 2,2% gegenüber November unverändert geblieben. …

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3. Jan. 2003
Discounter gewinnen Anteile

Die Discounter erzielten 2002 schon 31% des Umsatzes im deutschen Lebensmiteleinzelhandel. Vor zehn Jahren lag ihr Anteil erst bei 20%. Das geht aus einer GfK-Studie hervor. 97% aller Haushalte haben durchschnittlich 1,2mal wöchentlich (!) beim Discounter eingekauft. Bis September hatten sie dabei im Schnitt 817 Euro ausgegeben, 10% mehr als im Vergleichszeitraum 2001. Marktführrer Aldi hat einen Umsatz von 21,6 Milliarden Euro und ca. 50% am Discounter-Umsatz. …

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3. Jan. 2003
Großhandel musste 4% minus wegstecken

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtshat der deutsche Großhandel im Jahr 2002 sowohl nominal als auch real um 4% an Umsatz verloren. Die Schätzung beruht auf den Zahlen bis November. Im November selbst hat der Großhandel nominal 6,3% und real 6,8% weniger umgesetzt als im November 2001, wobei alle Großhandelsbereiche betroffen waren. Der hohe Stand der Energiepreise in 2001 und deren zwischenzeitlicher Rückgang in 2002 spiegelt sich in einem Umsatzrückgang des Großhandels mit Rohstoffen etc. um 7,4% in den ersten elf Monaten 2002. …

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