In den Niederlanden hat jetzt ein Supermarktfilialist sogenannte „Plauderkassen“ eingeführt, berichtet der Stern. Jedenfalls erhält derzeit im niederländischen Vlijmen, in der Nähe von 's-Hertogenbosch der Laden einer Kette dafür weltweite Aufmerksamkeit. Kunden, die sich an einer solchen Kasse anstellen, können erwarten, dass man beim Entgegennehmen des Geldes mehr Zeit hat als anderswo. Ebenso hat der Laden auch einen Platz für Kaffeeklatsch eingerichtet. Gestützt wird das von einer Initiative gegen Einsamkeit. „Unsere Filialmitarbeiter kennen die Kunden und nehmen regelmäßig Anzeichen von Einsamkeit im Geschäft wahr“, sagt eine der Leitungskräfte der Kette. Nun wollen wir für Sie nicht unbedingt die Empfehlung aussprechen, dieser Idee nachzueifern. Aber wir finden, sie sensibilisiert dafür, dass für viele – gerade Ältere - das Einkaufen mehr ist als nur Beschaffung. Evtl. sollte man mit dem Team festlegen, wieviel Zeit man auch seinen Kunden gibt, das ein oder andere Pläuschchen zu halten, aber auch, dass man nicht immer gleich ablehend reagieren muss, wenn mal der ein oder andere Teil der Lebensgeschichte einer Kundin bzw. eines Kunden herauskommt. Die Frage ist, wann und wo man Grenzen setzt und wie man das tut. Ganz abgesehen davon, ist es oft der letzte Eindruck, der weitergetragen wird. …
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