Wirtschaftsumfeld

29. Nov. 2002
HDE: Einzelhandel im Oktober -3,1%

Nach dem Einzelhandelspanel des HDE lag der Umsatz des Handels im Oktober um 3,1% unter dem des Vorjahres. Allerdings hatte nach HDE-Berechnungen der Vergleichsmonat auch einen "guten Verlauf" genommen (damals gab es die HDE-Erhebung noch nicht, aber z.B. IfH Köln meldete +6%). Unter den Einzelhandelsbranchen liegt der Sektor "Freizeit" (wozu der HDE auch den Buchhandel zählt) mit -3,4% im Mittelfeld und damit auch in Höhe des LD-Umsatztest für den Buchhandel im Oktober (-3,3%). Deutlich besser als in den anderen Branchen lief es bei Gesundheit / Körperpflege: Die Wellness-Welle führt schon seit Monaten zu einer überdurchschnittlichen Umsatzentwicklung und der Oktober macht da mit einem Plus von 2,9% keine Ausnahme. Umso schwächer der Elektronik-Handel, der einen Umsatzrückgang um 10,2% wegstecken musste. Von den Vertriebstypen lagen die Einzelgeschäfte mit -3,3% etwa im Durchschnitt, die Filialisten (-4,0) waren etwas schlechter. Besonders gut schnitten im Oktober die zuvor so zerzausten Kauf- und Warenhäuser (+3,1%) ab, auch die SB-Warenhäuser (+1,5%) lagen gut. Nach Regionen aufgeschlüsselt gab es keine sehr krassen Unterschiede, allenfalls schnitt der Norden (-0,2%) etwas weniger schlecht ab als die übrigen Himmelsrichtungen. …

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28. Nov. 2002
Abwechslung: Gute Daten aus den USA

Der Einkaufsmanager-Index Chicago, ein Stimmungsindikator mit Leitfunktion, ist im November viel stärker als erwartet gestiegen, nämlich von 45,9 auf 54,3 Punkte. Ein Grund könnte sein, dass die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter, ein ganz früher Frühindikator, um 2,8% über Oktober lagen und damit ebenfalls deutlicher gestiegen sind als erwartet. Zudem gibt die sinkende Zahl von Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe ein Signal auf eine Entspannung am Arbeitsmarkt. Zwar nur ein schwaches, dennoch gut für den Konsum, der im Oktober noch einmal leicht steigende Tendenz zeigte. Auch die Stimmung der Konsumenten, die im Oktober krass abgestürzt war, hat sich im November wieder etwas gefangen: Laut Universität Michigan stieg der Stimmungsindex um 3,6 Punkte auf 84,2. Hoffnungszeichen in einem nach wie vor schwachen Umfeld, denn hohe Verschuldung, unsicherer Arbeitsmarkt, schwache Außenhandelsbilanz, schlechte Industrieauslastung und Kriegsgefahr sind ja nicht weg zu diskutieren. Mal sehen, ob der Optimismus, der sich in den jüngsten Zahlen widerspiegelt, die schlechten Fundamentals überwindet und die USA tatsächlich die Talsohle erwischt haben. Ohne einen Aufschwung beim wichtigsten Wirtschaftspartner Europas bleiben auch hier die Bremsen angezogen. …

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27. Nov. 2002
Kreditbedingungen tendenziell verschlechtert...

... aber noch kein Flächenbrand. Das geht aus einer DIHK-Umfrage hervor, in der 31% der mittelständischen Betriebe von verschlechterten Kreditbedingungen berichteten, nur 6% von verbesserten. Bei 63% blieben die Kreditbedingungen gleich. …

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26. Nov. 2002
Preisentwicklung leicht beruhigt

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts aus den Zahlen von sechs Bundesländern wird sich der Preisauftrieb in Deutschland im November mit 1,1% gegenüber Vorjahr nach 1,3% im Oktober leicht beruhigen. …

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25. Nov. 2002
Buchhändler führen beim Onlineverkauf

Der Buchhandel ist die Einzelhandelsbranche mit dem größten Anteil an Betrieben, die sich des Internets als Vertriebsweg bedienen. Das hat die eCommerce-Umfrage 2002 des HDE ermittelt. Mehr als zwei Drittel der Buchhandlungen (68%) verkaufen Bücher auch übers Internet, nicht zuletzt eine Frucht der vom Zwischenbuchhandel bereitgestellten Infrastruktur. PBS-Geschäfte folgen mit Abstand (54%) an zweiter Stelle, dann die Foto- und die Spielwarengeschäfte. Warenhäuser kommen erst im Mittelfeld. Beim Wareneinkauf übers Internet sind die meisten anderen Einzelhandelsbranchen dem Buchhandel voraus, allen voran die Spielwarenhändler, von denen 88% auch übers Internet Waren beschaffen. …

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25. Nov. 2002
Ladenmiete 2760 Euro pro qm und Jahr

Ladenmiete 2760 Euro pro qm und Jahr …

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22. Nov. 2002
Vor der Wahl ging's noch aufwärts

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im 3.Quartal erwartungsgemäß um real 0,3% gegenüber dem Vorquartal gewachsen und lag um 0,9% über dem des 3.Quartals 2001. Das teilte das Statistische Bundesamt gestern mit. Nominal betrug die Steigerung gegenüber dem Vorquartal 0,8% und gegenüber dem Vorjahr 3,2%. Die privaten Konsumausgaben, die zuvor besonders durchhingen, wuchsen gegenüber dem Q2 wieder um real 0,5%. Nach diesen Zahlen scheint sich Deutschland von der gefürchteten Rezession zu entfernen. Allerdings: Das 3.Quartal war vor der Wahl. …

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21. Nov. 2002
Weihnachtsgeschäft: Es lacht die Null

Im November haben die Einzelhandelsumsätze erfreulich angezogen, freut sich der HDE und verbindet das mit der Hoffnung (nein, nicht auf einen Wiederaufschwung, sondern) darauf, dass der Handel die Weihnachtsumsätze vom Vorjahr (gut 10 Milliarden Euro) wenigstens wieder erreichen kann. Besonders an den Wochenenden seien die Umsätze gut, die Geschäfte "klagen zum erstenmal in diesem Jahr nicht über Umsatzeinbrüche". Wenn die Trauersonntage vorbei sind und die Adventsbeleuchtung die Straßen erhellt, "werden sich die Verbraucher der weihnachtlichen Stimmung nicht verschließen und im Weihnachtsgeschäft ihre sonstige Kaufzurückhaltung aufgeben". Branchen, die davon besonders profitieren werden, seien Textil, Haushaltswaren, Möbel und U-Elektronik. Der Buchhandel fehlt in dieser Aufzählung, aber der war ja auch bisher nicht ganz so von Rückgängen gebeutelt wie diese Branchen. …

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21. Nov. 2002
Euro-Produktion sinkt weiter

Die Industrieproduktion in der Eurozone setzte im September die Minusserie der letzten Monate fort und lag um 0,6% unter Vorjahr. Die Industrie der 15 EU-Länder war mit -0,9% nicht besser, der Wert für Deutschland liegt mit 0,7% dazwischen. …

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20. Nov. 2002
September: Kleidsames blieb liegen

Die nach Branchen aufgeschlüsselte Statistik der Einzelhandelsumsätze, die vom IfH jetzt für September vorliegt, lässt wissen, dass der Buchhandel mit seinen plusminus Null (LD-Umsatztest: +0,6%) im vorletzten Monat noch zu den stärksten Branchen gehörte. Davor liegen nur noch der Möbelhandel mit +1% und die Fahrradläden mit wieder mal erstaunlichen +7%. Der Rest versammelt sich auf der Minusseite, auch der schwergewichtige Lebensmittelhandel (-3%). Vor allem aber sahen jene Einzelhändler in die Röhre, die kleidame Produkte anbieten: Lederwaren (-9%), Textilläden (-11%) und Schuhgeschäfte (-15%) …

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