Konsumklima – 28. Okt. 2002
Schlechte Konjunkturnachrichten aus den USA

Zwei wichtige Indikatoren der US-Konjunktur zeigen aktuell in die falsche Richtung. Für das von der Universität Michigan ermittelte Konsumentenvertrauen hatten die Experten zwar schon einen Rückgang erwartet, aber nicht so krass wie jetzt eingetreten: Von 86,1 Punkten im September auf 80,6 im Oktober. Im Internet ist auf Seite Konjunktur - Klima ein Chart zu sehen, der verdeutlicht, was für ein krasser Absturz das ist. Der Index der Frühindikatoren, ermittelt vom privaten Institut Conference Board, sank im September zwar nur minimal von 111,8 auf 111,6 Punkte, nur leider handelt es sich schon um den vierten Rückgang dieses Indikators in Folge und das Institut gibt an, dass auch hier die verschlechterte Verbraucherstimmung eine entscheidende Rolle gespielt habe. …

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Konsumklima – 28. Okt. 2002
Das ifo-Geschäftsklima: Fünfmal verschlechtert

Der Oktober ist der fünfte Monat in Folge, in dem sich das Geschäftsklima der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland verschlechtert hat. Der ifo-Geschäftsklimaindex fiel in Westdeutschland von 88,2 auf 87,7 Punkte, im Osten von 98,5 auf 97,9. Verantwortlich dafür waren die eindeutig verschlechterten Erwartungen an die kommenden sechs Monate, während die aktuelle Lage diesmal sogar einen Tick besser beurteilt wurde als im September. Bei den West-Werten soll im übrigen die Eintrübung aus den anderen Sektoren gekommen sein, während sich im Groß- und Einzelhandel der Indikator eigenartigerweise etwas verbessert haben soll - dort lag und liegt er freilich auch noch weit unter dem Durchschnitt der anderen Sektoren. …

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Prognosen – 25. Okt. 2002
Dienstleister: Schwache Konjunktur, aber Zuversicht

In einer beneidenswerten Jahres-Steigerungsrate der Umsätze von 1,4% macht sich die schwache Konjunktur bei den Dienstleistern der Informationsgesellschaft bemerkbar. Das ergibt sich aus der Konjunkturumfrage von ZEW und Creditreform. Der Abschwung manifestiert sich auch darin, dass wie in den Vorquartalen mehr Unternehmen von fallenden als von steigenden Erträgen berichten. Es gibt aber schon wieder Hoffnungssignale für einen Aufschwung: …

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Meldungen – 25. Okt. 2002
Bei B&N zählen drei Dinge: Billig, billig und billig

Wer dieser Tage auf die Internet-Seite von Barnes and Noble guckt, findet nichts als Preisvorteile: Im Endspurt der "Fall savings" überschlägt sich das Unternehmen mit Nachlässen. Aktuelle Bestseller sowieso mit 40% Abschlag auf den offiziellen Preis, auch Autoren wie Stephen King, Nicholas Sparks und Rudolph Giuliani bleiben nicht ausgenommen. Andere Bücher, auch frühere Bestseller, werden mit 75% Abschlag angeboten, weiter in der Tiefe der Site ist von "bis zu 86%", noch tiefer von "bis zu 88%" die Rede. Es gibt eine eigene Kategorie "Half Price Books" und eine "Top 100 Schnäppchen", und wer zwei oder mehr Teile kauft (darf auch eine DVD oder ein Video sein) spart auch noch die Versandkosten. Und in den hauseigenen Bestsellerlisten herrscht ein buntes Treiben, dagegen sind die "Focus"-Listenmacher Waisenknaben: Die Top 10 aus über 300 Themengebieten werden täglich aktualisiert, die Top 100 der Online-Verkäufe sogar stündlich. …

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Meldungen – 25. Okt. 2002
Bücherpreise ziehen wieder an

Während die allgemeinen Lebenshaltungskosten sich im September mit +1,0% noch stabil zeigten, zogen die Preise für Bücher wieder stärker an. Das Statistische Bundesamt hat mit dem Preisindex für Bücher eine Jahres-Steigerungsrate von 3,2% ermittelt nach einem sukzessiven Rückgang in den Vormonaten bis auf 2,7% im August. Aber auch für die Lebenshaltungskosten lässt der Wegfall des Ölpreis-Basiseffekts jetzt wieder ein leichtes Anziehen der Teuerung erwarten. Die allerersten Signale aus einzelnen Bundesländern deuten schon darauf hin, dass die Lebenshaltungskosten wohl im Oktober um etwa 1,2% steigen. Bis zum Jahresende erwarten die Ökonomen des Amts einen Anstieg auf 1,4 bis 1,5%. …

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Meldungen – 25. Okt. 2002
Kalender III: Auswahlkriterien und Tipps

Kalenderauswahl = Kundenwünsche und Konditionen. Diese beiden Punkte sowie generell gute Erfahrungen mit einem Kalenderverlag spielen mit Abstand die wichtigste Rolle, wenn der Buchhandel die Kalender der Saison auswählt. Zu diesem Ergebnis kommt die Projektarbeit "Akzeptanz und Positionierung von Wandkalendern im Buchhandel" von Katrin Linz und Doreen Weinhold von der TU Ilmenau. Durchschnittlich haben Buchhändler Kalender von 20 Verlagen im Sortiment. Welche Kriterien dabei die Auswahl der Buchhändler bestimmen, ersehen Sie aus dem ersten der beiden unten stehenden Diagramme. …

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Meldungen – 25. Okt. 2002
Menetekel? Bild-Computerbücher als eBuch

Die populären EDV-Bücher von Computer-Bild bei Ullstein gibt es ab sofort auch als eBook. Alleiniger Vertreiber ist die Firma Ciando, die über buch.de mit der Thalia-Gruppe verbunden ist. Zum Abspielen der PDF-Dateien braucht der Leser kein eigenes Abspielgerät, er kann auf seinem Computer lesen (und ausdrucken). Die Bücher sind auch kapitelweise abrufbar. Ein komplettes eBuch kostet 5,50 Euro, das ist genau der Preis, den auch sechs der neun Titel in gedruckter Form kosten, einer ist gedruckt etwas billiger (5,00 Euro), zwei kosten gedruckt 7,50 Euro. Man darf gespannt sein, welchen Schub die extrem beliebte Computerbuchserie der eBuch-Idee als solcher gibt. …

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Meldungen – 25. Okt. 2002
Tipp des Tages: Selbsttest

Ihr Betriebsberater fragt Sie nach den Bedürfnissen und Wünschen Ihrer Zielgruppen. Sie sind verwundert über diese Frage und erklären ihm, dass Ihre Zielgruppen das gleiche wollen wie Sie und dass deshalb auch nur Sie selber einkaufen können. Richtig oder falsch? Teil eines kostenlosen Selbsttests "Wie führen Sie?", den Beraterin Sabine Janßen für Buchhändler entwickelt hat. Gibt's auch für Verlagsleute. …

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Prognosen – 24. Okt. 2002
Bundesregierung: "Nächstes Jahr Erholung"

In der Pressestelle des Bundesfinanzministeriums sitzen gute Werbetexter. Das für die Regierung traditionell wenig schmeichelhafte Votum des Herbstgutachtens (siehe Meldung vom 21.10.) münzen sie um in die Schlagzeile "Institute: Konjunkturelle Erholung im nächsten Jahr". Das weltwirtschaftliche Umfeld werde sich verbessern, das Wachstum in Deutschland werde sich verstärken, die unter den Erwartungen bleibende Wachstumsrate 2002 könne "nach Auffassung der Institute", so die Regierung, nicht der Finanz- und Wirtschaftspolitik angelastet werden. Für die Forderung der Institute, ein Konzept für mehr Wachstum und Beschäftigung vorzulegen, sieht die Bundesregierung mit ihrer Koalitionsvereinbarung die Voraussetzungen schon als gegeben an. Nüchterner referiert der Bundesverband Deutscher Banken das Herbstgutachten: Es prognostiziere auch für 2003 "eine Fortsetzung des schwachen Wirtschaftswachstums in Deutschland". …

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Meldungen – 24. Okt. 2002
Alt und neu wächst zweifach zusammen

Ob sie zusammen gehören, muss sich erst noch erweisen, aber zusammen wachsen tun alte und neue Buchhandelsvarianten schon jetzt. Und das gleich in zwei Dimensionen: Sowohl stationärer und Internet-Buchhandel als auch Neubücher und klassisches Antiquariat. Jüngstes Beispiel, das beide Varianten miteinander verbindet, ist das Abkommen zwischen dem US-Buchfilialisten Borders und dem Online-Antiquar Alibris: Über Terminals in den Borders-Läden haben die Kunden jetzt Zugang zu 15 Millionen antiquarischen Büchern. Der Deal betrifft jedoch nur den stationären Borders-Bereich, denn der Online-Zweig borders.com operiert zusammen mit amazon.com und der wiederum mit dem Antiquar Abebooks, in den USA und neuerdings auch in Deutschland. Hierzulande war Thalia-Phönix Pionier dieser Entwicklung mit dem Einstieg bei buch.de und zuletzt bei ciando. Auch beim Online-Auktionator eBay, der von der Grundidee her eigentlich nur antiquarische Bücher anzeigen dürfte, verwischen sich die Grenzen, seitdem eBay auch Neu-Buchhändler auf seine Plattform lässt (siehe nächste Meldung). …

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