Meldungen – 27. Sep. 2002
Nach der Wahl ist wie vor der Wahl

Die Hoffnung, mit dem Ende des Bundestagswahlkampfes werde ein Klima der Entscheidungsfreude einkehren, hat sich nach dem knappen Wahlausgang verflüchtigt. Fundamentals und Indikatoren sind zunehmend schlechter geworden, und dem werden in der nächsten Zeit keine befreienden Reformen entgegenwirken. Die Gedankenspiele um Steuererhöhungen lassen Böses ahnen. Eine Rezession ist zwar noch nicht zu erwarten, aber ein Aufschwung auch nicht, es sei denn dass endogene Kräfte in den Akteuren erwachen, zum Beispiel in den Konsumenten. Lesen Sie die Statusanalyse auf der Seite Meinung - Kommentar. …

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Meldungen – 27. Sep. 2002
Tipp des Tages: Handy

Welches ist für Sie das beste Handy-Netz? Diese Grundsatzfrage können Sie schon vorab entscheiden, bevor Sie sich im einzelnen in die Unzahl von Tarifen hineinknien: Das beste Netz ist das, in dem die meisten Ihrer Gesprächspartner telefonieren. Denn Gespräche innerhalb eines Netzes sind billiger. …

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Wirtschaftsumfeld – 27. Sep. 2002
Erzeugerpreise sinken immer noch

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland lagen im August um 1% unter Vorjahr, meldet das Statistische Bundesamt. Damit hält der Abwärtstrend weiter an. Das liegt immer noch an den Energiepreisen: Die waren um 5,6% niedriger, ohne Energie wären die Erzeugerpreise im August um 0,5% gestiegen. Zu den Produkten, die sich binnen Jahresfrist überdurchschnittlich verbilligt haben, gehört Zeitungsdruckpapier (-4,3%). …

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Wirtschaftsumfeld – 27. Sep. 2002
Arbeitskosten stiegen schneller als Preise

Arbeit hat sich in Europa stärker verteuert als die Lebenshaltung. Nach Angaben von Eurostat haben im 2.Quartal 2002 die Bruttoarbeitskosten pro Stunde in der Gesamtwirtschaft der Eurozone wie auch in den 15 EU-Ländern um 3,7% über denen vom gleichen Quartal des Vorjahres gelegen. Relativ niedrig dagegen die Steigerung der Arbeitskosten in Deutschland mit 2,4% gegenüber dem 2.Quartal 2001. Das war aber auch schon mal anders: Vor zwei Jahren lag die Steigerung der Arbeitskosten in Deutschland über dem EU-Durchschnitt. Die Lebenshaltungskosten hatten sich im 2.Quartal auf EU-Ebene nur um etwa 2%, in Deutschland um etwa 1% verteuert. …

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Prognosen – 26. Sep. 2002
Gute BBE-Prognose für Bücher

Die Herbstprognose aus der HDE-nahen Einzelhandelsberatung BBE drückt generell Skepsis aus, was die weitere Entwicklung der Einzelhandelsmärkte angeht: Bis zum Jahr 2006 werden demnach von 40 Einzelhandelsbranchen nur 17 ihr derzeitiges Marktvolumen übertreffen. Im Schnitt aller Märkte wird bis 2006 eine reale Marktausweitung um kümmerliche 0,7% erwartet, weit weniger als in früheren derartigen Prognosen. Bücher zählen die BBE-Berater zu den Waren mit überdurchschnittlichem Marktpotenzial: Mit 4,1% plus belegen sie den sechsten Platz unter den 40 Branchen. Weit vorn an erster Stelle liegt die Foto-Sparte (+31%) wegen des Innovationssprungs bei der Digitalfotografie: Hier wird der Fachhandel trotzdem schwer kämpfen müssen, weil die Innovation viele neue Anbieter angezogen hat. …

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Prognosen – 26. Sep. 2002
Prognosen runter: Diesmal der IWF

Der weltwrtschaftliche Aufschwung verläuft schleppend und wird auch im nächsten Jahr kaum Fahrt aufnehmen. Mit diesem Kommentar begleitet der Internationale Währungsfonds in seinem halbjährlichen Weltwirtschaftsausblick die zurück genommennen Prognosen für 2002 und 2003. Die Weltwirtschaft soll demnach in diesem Jahr um 2,8% und nächstes Jahr (immerhin noch) um 3,7% (Frühjahrsprognose: 4,0%) wachsen. Deutschland hat daran aber nur geringen Anteil mit 0,5% in diesem und 2,0% im nächsten Jahr. Besser die Prognose für die USA mit 2,2% Wirtschaftswachstum 2002 und 2,6% im Jahr 2003, aber auch hier hatte im Frühjahr die Prognose höher gelegen. …

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Meldungen – 26. Sep. 2002
Zwei brechend volle Buchhandlungen...

...an einem Platz. Das gibt's auch heute noch, aber nur unter besonderen Vorzeichen: Zum Beispiel erstens Neueröfffnung und zweitens billig. So gesehen gestern bei der Eröffnung der Harburg Arcaden im großen, aber eher schlichten Hamburger Stadtteil Harburg. Die Arcaden verbinden das Ende der Fußgängerzone mit dem Markt, die drei engen Etagen sind ganz auf Billiganbieter getrimmt. So auch beim Buchangebot, das mit der Wohlthat'schen und Weltbild plus vertreten ist. In Bestlage strahlt die Wohlthatsche auf 220 qm eine firmenuntypische Eleganz aus. Ein Stockwerk drüber Weltbild plus, auch voller Kunden, wenn auch dort die Schlange am Glücksrad deutlich länger war als die an der Kasse. Die Preise hatten es überall in sich. Bei der Wohlthat'schen gab es ausser Taschenbüchern kein einziges Buch zum ursprünglichen festen Ladenpreis ("macht keinen Sinn"), im Eingangsbereich kostete jedes Buch genau einen Euro. Das war nun wirklich nur noch zu toppen durch den Konkursauflösungs-Ramscher draußen im nahen Fußgängertunnel: In dessen Taschenbuch-Trog gab es fünf Bücher für einen Euro. …

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Meldungen – 26. Sep. 2002
Tipp des Tages: Telefonauskunft

Warum teuer am Telefon bei den Auskunftsfirmen Rufnummern recherchieren, wenn es im Internet auch für umsonst geht? Die Telekom-Tochter DeTeMedien verrät Telefonnummern unter www.teleauskunft.de kostenlos. …

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Konsumklima – 26. Sep. 2002
ifo-Geschäftsklima: Weiter leicht abwärts

Kein besonderes Licht auf die Verfassung der deutschen Wirtschaft wirft die Entwicklung des ifo-Geschäftsklimaindex: Der ging im September zum viertenmal in Folge zurück, diesmal von 88,8 auf 88,2 Punkte in Westdeutschland. Erstaunlich daran ist, dass die befragten Unternehmen ihre derzeitige wirtschaftliche Lage einen Tick besser bewertet haben als im Vormonat (77,5 nach 77,3 Punkte), dennoch überwiegen aber weiter bei der Lageeinschätzung die negativen Stimmen stärker als bei den Erwartungen. Deren Index fiel dafür im September umso deutlicher zurück, nämlich von 100,7 auf 99,3 Punkte. Auch bei den Erwartungen haben also die Pessimisten wieder die Oberhand gewonnen. Die Indexwerte für Ostdeutschland: Lage 98,5 (99,1) Punkte, Erwartungen 82,7 (83,6) Punkte, gesamt 98,5 (99,1) Punkte, also im Prinzip die gleichen Vorzeichen. …

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Prognosen – 25. Sep. 2002
Reise: Aufschwung erlebt, wer langen Atem hat

Die Reisebranche ist von der konjunkturellen und konsumpsychologischen Entwicklung weit stärker abhängig als beispielsweise der Buchhandel. Was deren Stabsstellen vorhersagen, muss deshalb zwar nicht alles eintreffen, ist aber jedenfalls ernst zu nehmen. Und auch wenn man die Sondersituation dieser Branche nach den Terroranschlägen einrechnet deuten deren Prognosen darauf hin, dass wir uns alle auf einen längeren Zeithorizont beim Aufschwung einstellen sollten. So rechnet TUI damit, dass die Zahl der Buchungen 2003 wieder steigt und den Stand von 2001 erreicht, und Thomas Cook beziffert den Umsatzanstieg 2003 auf 3% bis 4%. Doch vollständig erholt haben wird sich der Reise-Markt nach Ansicht der Experten erst im Jahr 2004. …

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