Meldungen – 19. Aug. 2002
Schweizer Preisbindung: Eher Etappensieg als
Das Schweizer Bundesgericht hat dem Buchhandel zu einem Etappensieg verholfen, indem es auf die Beschwerde von SBVV und Börsenverein hin der Wettbewerbskommission aufgegeben hat, ihr Verbot der Buchpreisbindung von 1999 nochmals zu überprüfen, und zwar "im Sinne der Erwägungen" des Bundesgerichts. Da die schriftliche Begründung noch aussteht, wissen wir noch nicht, welches genau die "Erwägungen" des Bundesgerichts sind, aber der SBVV vermutet wohl mit Grund, dass diese für die Preisbindung positiv ausfallen. Der Verband hofft, wenn die Wettbewerbskommission die Presbindung jetzt nicht mehr nur unter kartellrechtlichen Kriterien bewerten soll, dass sie sich dann insbesondere die inzwischen fertige Prognos-Studie zur Brust nimmt, die zum Schluss gekommen ist, dass die Nachteile einer Abschaffung der Preisbindung die Vorteile überwiegen. Sollte die Kommission sich bei ihrer neuen Entscheidung nicht weit genug bewegen, bliebe ausser dem erneuten Rechtsweg immer noch die politische Option: Der Bundesrat hatte die Prognos-Studie in Auftrag gegeben und könnte eine politisch motivierte Befreiung vom Kertellverbot aussprechen. Die Preisbindungs-Aktie steigt weiter im Kurs. Noch ein positives Indiz: Die Neue Züricher Zeitung, eine der Speerspitzen der Preisbindungs-Gegner, reagierte ziemlich säuerlich auf den Bundesgerichts-Entscheid. Der sei "einstweilen nur ein Orakel im Streit um Buchpreise". ©LangendorfsDienst …
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Meldungen – 19. Aug. 2002
Rund um Loch Lomond läuft's gut,
zum Beispiel der Firma David Flatman, die nach dem Konkurs von James Thin Schottlands einzige verbliebene Buchhandelskette ist. Deren zwei Marken Bookworld und Bargain Books haben flächenbereinigt im abgelaufenen Geschäftsjahr (31.3.) den Umsatz um 4% gesteigert. Grund waren Ladenrenovierungen und ein neues EDV-System. Der Umsatz betrug um Geschäftsjahr 20,7 Mio Pfund (32 Mio Euro). Zur Gruppe gehört noch der Verlag und Großhandel Lomond Books, der den Umsatz um 21% auf 2,5 Mio Pfund (3,9 Mio Euro) steigerte, meldet der Bookseller. ©LangendorfsDienst …
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Meldungen – 19. Aug. 2002
Bei Wal-Mart läuft's erst recht gut
Der weltweit größte Einzelhändler Wal-Mart kennt keine Konsumflaute: Im 2.Quartal 2002 stiegen die Umsätze weltweit um 13,1% auf 60 Mrd $, der Gewinn um 26% auf gut 2 Mrd $. Und das, obwohl es im deutschen Zweig des Unternehmens dem Vernehmen nach nicht besonders läuft, aber Deutschland zählt auch nicht zu den wichtigsten Wal-Mart Regionen. Nebenbei: Der Handelsriese betreibt in allen seinen 95 deutschen Märkten auch kleine, aber ganz gepflegte Buchabteilungen mit einem Geasamtumsatz von unter 5 Mio Euro. ©LangendorfsDienst …
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Meldungen – 19. Aug. 2002
Langlebiges ist nicht gefragt
Wenn es noch eines Belegs bedurft hätte, wie sehr die Konsumkrise vor allem die Anbieter hochpreisiger und langlebiger Konsumgüter trifft, dann sind es die Zahlen der deutschen Möbelindustrie. Gegen deren Entwicklung ist die der Buchhandelsumsätze ein laues Lüftchen. Die Möbelfabriken verloren im Mai gegenüber dem Vorjahr 18,4% Umsatz. In den ersten fünf Monaten blieb der Umsatz um 10,6% hinter dem des Vorjahrs zurück und erreichte 8,6 Milliarden Euro. Was lernt uns das ganz nebenbei: In diesen Umsatzzahlen der Möbelfabriken für fünf Monate stecken noch nicht einmal die Wertschöpfungsanteile der Handelsstufe. Die Deutschen geben folglich für Möbel in einem halben Jahr mehr aus aus als für Bücher im ganzen. ©LangendorfsDienst …
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Konsumklima – 19. Aug. 2002
US-Konsumforscher hatten Schlimmeres befürchtet
als den leichten Rückgang des Verbrauchervertrauens-Index von 88,1 Punkten im Juli auf 87,9 im August, den die Forscher der University of Michigan gemessen haben. Dieser Indexstand liegt zwar weiter deutlich unter dem der Vormonate (Mai: 96,9), wirkt aber gegenüber den vorherigen Abstürzen schon fast wie das Einschwenken auf den Boden. Flankiert wird die Verbraucherstimmung durch moderat steigende Einzelhandelsumsätze und eine ebenso moderate Preisentwicklung. Im Juli lag das Preisniveau um 1,5%, die Kerninflation um 2,2% über Vorjahr. Ungeachtet der labilen Börsenverfassung, des wackeligen Arbeitsmarkts und der hohen Verschuldung zeigen sich die US-Konsumenten also ziemlich nervenstark, die derzeitigen Indexstände liegen zwar deutlich unter 100, signalisieren aber nach bisherigen Erfahrungen noch lange keinen neuen Abschwung. Der Chart zeigt sehr schön, dass die Verbraucherstimmung nach dem Tief im September, der anschließenden Aufschwunghoffnung und deren Enttäuschung jetzt zumindest nicht ins Bodenlose fällt. Allerdings sieht die Struktur des Klimaindex eher ungünstig aus: Im August haben zwar mehr US-Konsumenten ihre aktuelle Lage besser beurteilt als im Juli, dafür wurden aber die Erwartungen an die kommenden Monate etwas schlechter. Fazit: Erfreulich, dass der befürchtete Absturz ausgeblieben ist. Aber keine Entwarnung, noch gibt es keine Stabilisierung und auch keine fundamentale Begründung für eine solche, alles Unerwartete kann die Stimmung deshalb schnell aus der Bahn schleudern. …
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Branchenumfrage – 19. Aug. 2002
Bessere Kundenstimmung - eine Fata Morgana?
Bessere Kundenstimmung - Fakt oder Fata Morgana? …
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Umsatz USA – 16. Aug. 2002
US-Buchhandel: Nullrunde im Juni
Um 0,1% sind die Umsätze des Buchhandels in den USA im Juni gegenüber dem Vorjahr gesunken. Das teilt das Bureau of the Census mit. Nach einem fulminanten Auftakt mit +28,9% im Januar, drei schwachen Monaten danach und einem 3,5%-Zuwachs im Mai hat sich der aufgelaufene Jahresumsatz damit jetzt halbwegs wieder normalisiert. Der Umsatz des ersten Halbjahrs 2002 liegt jetzt noch 6,1% über dem des Vergleichszeitraums 2001. ©LangendorfsDienst …
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Meldungen – 16. Aug. 2002
Hochwasser-Opfer kriegen Hilfe von zahlreichen Seiten.
Der Buchhandel kann sich insbesondere an den HDE und dessen lokale Fiilialen wenden. …
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Meldungen – 16. Aug. 2002
Wenig Euro-Blüten, und dann auch noch schlecht
Dass die Falschgeldproduktion in Euro-Scheinen noch nicht so richtig angelaufen ist, hatte vor kurzem die Deutsche Bundesbank gemeldet (siehe Meldung vom 1.8.), und dies bestätigt jetzt auch die EZB. Die Zahl der gefälschten Geldscheine betrug europaweit im ersten Halbjahr 22.000 Stück, das sind nur 7% des Falschgeldaufkommens in Altwährungen im 1.Halbjahr 2001. Die Qualität der Fälschungen sei von wenigen Ausnahmen abgesehen bisher schlecht und amateurhaft. ©LangendorfsDienst …
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Wirtschaftsumfeld – 16. Aug. 2002
Großhandelspreise entlang der Null-Linie
Das ruhige Preisklima spiegelt sich derzeit in den Preisen des deutschen Großhandels, auch wenn jetzt wieder ein leichter Aufwärtstrend unverkennbar ist, der sich auch in anderen Bereichen schon abzeichnet. Das Statistische Bundesamt hat für Juli im Jahresvergleich einen Rückgang der Großhandelspreise um 0,8% gemessen nach -1,5% im Monat zuvor. Die Mineralölerzeugnisse ziehen den Preisdurchschnitt inzwischen schon gar nicht mehr so sehr nach unten wie zuletzt, ohne sie hätte der Preisrückgang 0,5% betragen. Waren, die mit Buchproduktion und -vertrieb unmittelbar zu tun haben, zeigten im Juli keine auffällige Preisbewegung im Großhandel. Nebenbei: In Verbindung mit der schlechten Umsatzentwicklung im Großhandel (siehe Meldung vom 6.8.) ist diese Preisbewegung für die betroffenen Firmen überhaupt nicht witzig. ©LangendrfsDienst …
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